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B978-3-437-58376-6.00011-X

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978-3-437-58376-6

Abb. 11.1

Prüfungsfragen zur PsychotherapiePsychotherapiePrüfungsfragen, Häufigkeit (2007–2016)

Abb. 11.2

Psychoanalytische PsychoanalyseGrundbegriffeGrundbegriffe

Abb. 11.3

Abwehr(mechanismen)Abwehrmechanismen

Abb. 11.4

Methoden der klassischen VerhaltenstherapieklassischeVerhaltenstherapie

Abb. 11.5

KognitiveKognitive Verhaltenstherapie VerhaltenstherapiekognitiveVerhaltenstherapie

Abb. 11.6

Merkmale der klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Gesprächs(psycho)therapie nach RogersMerkmaleRogers

Abb. 11.7

VerstärkungVerstärkung oder BestrafungBestrafung?

Welche der folgenden Aussagen zu psychotherapeutischen Verfahren sind zutreffend? PsychotherapieVerfahrenProgressive Muskelrelaxation (PMR)

Tab. 11.1
Richtig Falsch
1. Das Standardverfahren der klassischen Psychoanalyse ist die Kurzzeittherapie.
2. Die Begriffe „Psychoanalyse“ und „analytische Psychotherapie“ werden gleichbedeutend verwendet.
3. Der Begriff „Psychodynamik“ geht auf Sigmund Freud zurück und ist definiert als Zusammenspiel oder auch Gegeneinanderwirken verschiedener innerpsychischer Instanzen.
4. Die kognitive Therapie wirkt regressionsfördernd.
5. Die Psychokinesiologie ist ein anerkanntes Verfahren der Psychotherapie.
6. Das Psychodrama und das Familienstellen nach Hellinger zählen zu den anerkannten Psychotherapieverfahren.
7. Homöopathie wird oft bei psychisch bedingten Störungen eingesetzt und zählt deshalb nach allgemeiner Lehrmeinung zur Psychotherapie.
8. Körperorientierte Psychotherapie findet nur in Gruppen statt.
9. Das katathyme Bilderleben nach Hanscarl Leuner zählt zur Kunsttherapie.
10. In der Balint-Gruppe spricht der Patient über seine familiären Probleme.
11. Das sog. Flooding zählt zu den aufdeckenden Verfahren.
12. Die progressive Muskelrelaxation (nach Jacobson) ist zur Psychotherapie von Manien sehr gut geeignet.

Welche der folgenden Aussagen zu Abwehrmechanismen sind richtig?VerleugnungVerdrängungKonversionAffektisolierungAbwehr(mechanismen)

Tab. 11.2
Richtig Falsch
1. Aus psychoanalytischer Sicht zielen Abwehrmechanismen darauf ab, unerwünschte Triebimpulse des „Es“ nicht ins Bewusstsein dringen zu lassen.
2. Abwehrmechanismen sind bewusste Bewältigungs- und Konfliktlösungsstrategien des „Ich“, um das psychische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
3. Abwehrmechanismen sind nicht automatisch krankhaft.
4. Der nach Freud wichtigste Abwehrmechanismus ist die Verdrängung.
5. Sublimierung ist eine Umwandlung oder Umlenkung von sexuellen oder aggressiven Impulsen in kulturell anerkannte Verhaltensweisen.
6. Die Begriffe „Projektion“ und „Übertragung“ sind aus Sicht der Psychoanalyse gleichbedeutend.
7. Projektion bedeutet: Uneingestandene Impulse werden in die Außenwelt verlagert, in einer anderen Person wahrgenommen und dort bekämpft.
8. Der Abwehrmechanismus Isolierung beschreibt den Versuch des Ichs, durch Rückzug aus sozialen Kontakten die hierdurch ausgelösten Konflikte und Ängste zu vermeiden.
9. Reaktionsbildung bedeutet: Umkehrung eines unerwünschten Affekts in sein Gegenteil.
10. Die Begriffe „Introjektion“ und „Internalisierung“ werden in der Psychoanalyse nach Freud nahezu gleichbedeutend verwendet.
11. Nicht jede Form der Identifikation ist eine Form von Abwehr.
12. Beim Abwehrmechanismus „Ungeschehenmachen“ sollen unerlaubte Gedanken, Impulse oder Handlungen durch magische Rituale rückgängig oder unschädlich gemacht werden.
13. Der Abwehrmechanismus „Wendung gegen das Selbst“ bzw. „Wendung gegen die eigene Person“ ist eine Sonderform der Verschiebung.
14. Bei der Konversion wird ein nicht lösbarer psychischer Konflikt unbewusst so in körperliche Symptome umgesetzt, dass die Symptome den Konflikt in symbolischer Form zum Ausdruck bringen und die Psyche auf diese Weise entlastet wird.
15. Im Gegensatz zur Verdrängung werden bei der Verleugnung reale Gegebenheiten, die Angst auslösen könnten, ignoriert, nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“.

Welche der folgenden Aussagen zu den Methoden der Verhaltenstherapie sind zutreffend?VerhaltenstherapieMethoden/Techniken

Tab. 11.3
Richtig Falsch
1. Ziel der Verhaltenstherapie ist eine lerntheoretisch fundierte Modifikation des Verhaltens.
2. Zu den Techniken der Verhaltenstherapie zählt die graduierte Exposition.
3. Bei der klassischen VT ist die „Konfrontation mit dem Widerstand“ eine bewährte Methode.
4. Der Reizkonfrontation in vivo kann eine Reizkonfrontation in sensu vorweggehen.
5. Auch der Einsatz eines Verstärkerplans zählt zu den verhaltenstherapeutischen Interventionen.
6. Zu den verhaltenstherapeutischen Interventionen zählen auch das Selbstsicherheitstraining und das Training sozialer Kompetenz.
7. Bei der Behandlung von Ängsten mithilfe von Flooding wird der Angstreiz langsam gesteigert.
8. Kennzeichen der Implosionsbehandlung ist eine maximale Konfrontation mit den angstauslösenden Reizen in der Vorstellung.
9. Grundlage der kognitiven Verhaltenstherapie ist die Bewusstmachung automatisierter Gedanken und ihrer Verzerrungen.
10. Zur kognitiven Verhaltenstherapie zählen auch Hilfen zur Gedankenkontrolle (Gedankenstopp; Übungen zur Achtsamkeit).

Psychotherapie

Fragen zu psychotherapeutischen Verfahren spielten in den Anfängen der Prüfung kaum eine PsychotherapiePrüfungsfragen, HäufigkeitRolle. Dann jedoch kamen die Prüfungen 1998–1 und 1998–2 mit insgesamt 21 Fragen zur Psychotherapie, darunter zwölf Fragen zur Psychoanalyse, fünf Fragen zur Verhaltenstherapie, zwei Fragen zur systematischen Desensibilisierung und eine Frage zur Gesprächspsychotherapie. Bis zum Herbst 2006 gab es in jeder Prüfung durchschnittlich acht Fragen zu psychotherapeutischen Verfahren mit den Schwerpunkten Psychoanalyse (37 %), Verhaltenstherapie (28 %) und Gesprächspsychotherapie nach Rogers (10 %). Unter den restlichen Fragen waren auch ausgefallene Themen wie „kognitive Dissonanz“, „Double Bind“ oder „Kollusion“, die in den letzten 15 Prüfungen nicht mehr vorkamen. Einige davon finden sich in Kap. 14.5.

Seit 2007 haben sich die Gewichtungen wesentlich verschoben: Pro Prüfung gab es durchschnittlich nicht mehr acht, sondern nur noch drei Fragen zur Psychotherapie, davon hin und wieder eine zur Psychoanalyse, eine oder zwei zur Verhaltenstherapie (VT), des Öfteren auch Fragen zu Entspannungsverfahren oder eine Kombifrage zu verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren. Fragen zur Gesprächspsychotherapie nach Rogers sind seit 2010 nicht mehr vorgekommen; auch Fragen zur Psychoanalyse tauchten nur noch sporadisch auf: In den letzten 8 Prüfungen (2013–2 bis 2017–1) finden sich nur noch zwei Fragen zur Psychoanalyse (Abwehrmechanismen; Übertragung und Gegenübertragung). Stattdessen gab es vermehrt Fragen zu Entspannungsverfahren (6 Fragen in den letzten 9 Prüfungen). Einen Überblick über die prozentuale Verteilung der psychotherapeutischen Verfahren seit 2006 gibt Abb. 11.1.

In diesem Kapitel nicht enthalten sind Fragen zum Thema: „Welche Therapieformen darf ein Heilpraktiker für Psychotherapie anwenden?“ Sie finden sich in Kap. 13 (Rechtsvorschriften). Auch Fragen zur Therapie einzelner psychischer Störungen (z. B. verhaltenstherapeutische Verfahren zur Behandlung von Phobien, Zwangsstörungen, Schizophrenien oder Depressionen) wurden nicht in dieses Kapitel aufgenommen. Fragen dieser Art finden Sie in den Lerneinheiten zu den jeweiligen Krankheitsbildern.

Wichtig zu wissen

Wissensfragen zu anderen psychotherapeutischen Verfahren (C. G. Jung, Alfred Adler, Fritz Perls, Logotherapie, systemische Familientherapie, humanistische Psychotherapie usw.) wurden im Schriftlichen bisher nie gefragt und dürften auch zukünftig nicht in der Prüfung auftauchen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die klassische und die kognitive VT, Fragen zur Psychoanalyse, zur Gesprächstherapie und zu psychotherapeutischen Verfahren allgemein. Dann sind Sie optimal gerüstet.

Psychotherapie allgemein

Welche Verfahren zählen zur Psychotherapie?

Typische Prüfungsfragen
Frage 11.1.1Prüfung aktuell (2017–1). PsychotherapieVerfahren Aussagenkombination
Welche der folgenden Verfahren zählen zu den Psychotherapieverfahren?
  • 1.

    Schematherapie

  • 2.

    Gestalttherapie

  • 3.

    Lichttherapie

  • 4.

    Schlafentzugstherapie

  • 5.

    EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.1.2Aussagenkombination
Welche der folgenden Verfahren zählen zu den Psychotherapieverfahren?
  • 1.

    Autogenes Training

  • 2.

    Körperpsychotherapie

  • 3.

    Bachblütentherapie

  • 4.

    Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT)

  • 5.

    Cranio-Sakral-Therapie

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Richtig oder falsch?

Verschiedene Therapieformen im Vergleich

Typische Prüfungsfragen
Frage 11.1.3Prüfung aktuell (2016–2). Mehrfachauswahl
Welche der folgenden Aussagen zu psychotherapeutischen Verfahren treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A: Eye-Movement-Desensitization and Reprocessing ist bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) grundsätzlich kontraindiziert.
□ B: Flooding wird bei der Behandlung isolierter Phobien angewandt.
□ C: Zur besseren Wirkung von Expositionsverfahren sollte der Patient die Angst durch bewusste Ablenkung vermeiden.
□ D: Die graduierte Exposition mit Reaktionsmanagement wird zur Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt.
□ E: Der sokratische Dialog führt bei Patienten mit Demenz zu einer anhaltenden Befundbesserung.
Frage 11.1.4Prüfung aktuell (2015–2). PsychotherapieVerfahren Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zu Psychotherapieverfahren und -techniken treffen zu?
  • 1.

    In der Verhaltenstherapie VT wird häufig eine Verhaltensanalyse nach dem SORKC-Schema SORKC-Modell/-Schema durchgeführt.

  • 2.

    EMDR EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing Eye Movement Desensitization and Reprocessing siehe EMDR ) ist eine Technik, die zur Behandlung von traumatisierten Patienten eingesetzt werden kann.

  • 3.

    In der tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapie nimmt der Therapeut eine aktivere Rolle ein als in der klassischen Psychoanalyse.

  • 4.

    Positive Wertschätzung gehört zu den Grundprinzipien der Gesprächspsychotherapie Gesprächs(psycho)therapie nach Rogers nach Rogers.

  • 5.

    Das Training sozialer Kompetenzen ist eine Methode, die in der VT eingesetzt werden kann.

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.1.5AussagenkombinationPsychotherapieVerfahren
Welche der folgenden Aussagen zu psychotherapeutischen Verfahren treffen zu?
  • 1.

    Die Psychoanalyse beschränkt sich auf die Bearbeitung frühkindlicher Konflikte.

  • 2.

    Aktuelle Anpassungsschwierigkeiten können mit klientenzentrierter PsychotherapieklientenzentriertePsychotherapie behandelt werden.

  • 3.

    Verhaltensmodifikation kann zur Veränderung von Sozialbeziehungen eingesetzt werden.

  • 4.

    Die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT)Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) hat sich bei der Therapie bestimmter Persönlichkeitsstörungen als erfolgreich erwiesen.

  • 5.

    Die systematische Desensibilisierung findet bevorzugt bei der Behandlung von Angststörungen (Panikstörung; generalisierte Angststörung) Anwendung.

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 11.1.6PsychotherapieaufdeckendeMehrfachauswahl
Welche zwei der folgenden Therapieformen zählt man zu den „aufdeckenden“ Verfahren?
□ A: Verhaltenstherapie
□ B: Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
□ C: Flooding
□ D: Psychoanalyse
□ E: Kognitive Verhaltenstherapie

Psychoanalyse nach Freud

PsychoanalyseWie eingangs gesagt, haben sich die Fragen zur Psychoanalyse seit den Anfängen der Prüfung vor fast 20 Jahren sehr verändert: Die Anzahl der Fragen hat sich von 6–10 auf hin und wieder eine Frage pro Prüfung reduziert. Auch inhaltlich haben sich die Akzente verschoben: Seit Jahren gibt es keine Frage mehr zu den Phasen der psychosexuellen Entwicklung, zum „hysterischen“ oder „zwanghaften Charakter“ oder zum Instanzenmodell (Ich – Es – Über-Ich). Stattdessen konzentrieren sich die Fragen nun auf Aspekte, die auch in anderen Therapieformen relevant sind: Übertragung und Gegenübertragung, Abwehrmechanismen, primärer und sekundärer Krankheitsgewinn u. a. m. In diesem Zusammenhang erwartet man auch von Ihnen, dass Sie einem Klienten, den Sie an einen Psychoanalytiker verweisen, die wichtigsten Merkmale einer psychoanalytischen Einzelsitzung erklären können. In Abb. 11.2 finden Sie die für die Prüfung wichtigsten Themen im Überblick.

Merkmale einer psychoanalytischen Einzelsitzung

Typische Prüfungsfragen
Frage 11.2.1Mehrfachauswahl: Wählen Sie zwei Antworten.
Bei der klassischen PsychoanalyseWirkfaktorenPsychoanalyse sind – neben anderen hier nicht aufgeführten Wirkfaktoren – nach psychoanalytischer Theorie folgende der genannten Effekte für den therapeutischen Erfolg am bedeutsamsten und entsprechend anzustreben:
□ A: Kathartisches Ausagieren der unbewussten Triebimpulse gegen den Widerstand der gewohnten Umgebung
□ B: Herstellung eines Zustands von Ruhe und Entspannung mithilfe abgestufter Konzentrationsübungen
□ C: Übertragung von positiven oder negativen Emotionen gegenüber früheren Bezugspersonen auf den Therapeuten
□ D: Nachreifung der Persönlichkeit durch Wiederbewusstmachung und Lösung von bestimmten affektiv stark besetzten Konflikten
□ E: Ausagieren des zentralen Konflikts durch szenisches Darstellen der Übertragungsneurose
Frage 11.2.2Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur klassischen PsychoanalyseklassischePsychoanalyse treffen zu?
  • 1.

    Der Therapeut versucht von Anfang an, durch die Einnahme einer aktiven Rolle den Patienten bei der Aufdeckung verdrängter seelischer Inhalte zu unterstützen.

  • 2.

    Bei der freien Assoziation soll sich der Patient mit Äußerungen über den Therapeuten zurückhalten.

  • 3.

    Das Bewusstmachen von Abwehrmechanismen, die Analyse von Fehlleistungen und die Deutung von Träumen sind wichtige Bestandteile einer psychoanalytischen Einzelsitzung.

  • 4.

    Ein persönliches Einbringen des Analytikers ist während des gesamten Behandlungsverlaufs strengstens limitiert.

  • 5.

    Die Abstinenzregel des Analytikers soll helfen, dass sich die persönliche Geschichte des Analysanden möglichst schnell mit der des Analytikers verbindet. Abstinenzregel

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 11.2.3Aussagenkombination
Welche der folgenden Merkmale einer psychoanalytischen PsychoanalyseEinzeltherapieEinzeltherapie sind zutreffend?
  • 1.

    Kennenlernen von bis dahin unbewussten Persönlichkeitsanteilen

  • 2.

    Systematisches Einüben von Verhaltensmustern wie Selbstbehauptung oder Kontaktfähigkeit

  • 3.

    Bearbeitung der persönlichen Beziehung zwischen Patient und Therapeut

  • 4.

    Einsatz von Entspannungstechniken als Hilfe für das freie Assoziieren

  • 5.

    Lebenswichtige Entscheidungen sollten im Rahmen der Analyse mit Beratung des Therapeuten getroffen werden

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.

Übertragung und Gegenübertragung

Typische Prüfungsfragen
Frage 11.2.4Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur ÜbertragungÜbertragung und GegenübertragungGegenübertragung trifft/treffen zu?
  • 1.

    Der Therapeut muss im Laufe der Therapie darauf achten, dass der Patient ihm gegenüber keine Übertragung entwickelt.

  • 2.

    Der Therapeut sollte seine Gegenübertragungsgefühle für diagnostische Zwecke nutzbar machen.

  • 3.

    Im diagnostischen Gespräch auftauchende Gegenübertragungsemotionen wie Ärger, Neid, Zuneigung sollte der Psychotherapeut dem Patienten i. d. R. mitteilen.

  • 4.

    Die Übertragung alter Beziehungsmuster auf den Therapeuten ist ein wichtiger – erwünschter – Bestandteil der Therapie.

  • 5.

    Die Übertragungsanalyse dient dazu, unverarbeitete frühkindliche Erlebnisse zu aktivieren und dabei neu zu bearbeiten.

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 11.2.5Vorsicht Falle! ÜbertragungPsychoanalyseÜbertragung/Gegenübertragung Aussagenkombination
Man unterscheidet in der Psychoanalyse üblicherweise zwischen Übertragung und Gegenübertragung. Mit dem Begriff Übertragung wird üblicherweise bezeichnet:
  • 1.

    Die persönlichkeitseigene Tendenz eines Therapeuten, den Patienten in bestimmter Weise zu sehen

  • 2.

    Die Reaktion eines Therapeuten auf ihm entgegengebrachte Gefühle des Patienten

  • 3.

    Die Gesamtheit aller Gefühle, Wahrnehmungen und Erwartungen, die ein Arzt einem Patienten entgegenbringt

□ A: Keine der Aussagen ist richtig.
□ B: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ C: Nur Aussage 2 ist richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
Frage 11.2.6Prüfung aktuell (2017–1). Einfachauswahl
Welche Aussage trifft zu? Übertragung und Gegenübertragung …
□ A: stören den geordneten Ablauf einer Psychotherapie.
□ B: begründen ein reguläres Vertragsverhältnis zwischen Patient und Behandler in der Richtlinienpsychotherapie.
□ C: beschreiben Gefühlsreaktionen zwischen Therapeuten und Patienten im psychotherapeutischen Prozess.
□ D: werden in der Verhaltenstherapie besonders gefördert.
□ E: dienen der fortlaufenden Abgleichung der Psychotherapieziele zwischen Therapeut und Patient.

Primärer und sekundärer Krankheitsgewinn

Typische Prüfungsfragen
Frage 11.2.7Mehrfachauswahl: Kreuzen Sie zwei Aussagen an.
Beim primären KrankheitsgewinnprimärerKrankheitsgewinn handelt es sich nach psychoanalytischem Verständnis um …
□ A: eine Entlastung des Kranken von sozialen oder häuslichen Verpflichtungen.
□ B: eine Spannungsminderung, die durch das neurotische Symptom herbeigeführt wird.
□ C: den persönlichen Gewinn, den der Patient aus der Zuwendung des Psychotherapeuten zieht.
□ D: die durch eine Erkrankung veranlassten äußeren Vorteile.
□ E: einen durch die Erkrankung herbeigeführten Kompromiss zwischen den Wünschen des Es und den Forderungen des Über-Ichs.

Häufig gefragte Abwehrmechanismen im Überblick

Richtig oder falsch?
Typische Prüfungsfragen
Frage 11.2.8Mehrfachauswahl
Welche zwei der folgenden Aussagen treffen zu? Abwehr(mechanismen)
Abwehr ist psychodynamisch gesehen die Fähigkeit,
□ A: sich auf andere emotional einzustellen.
□ B: mit eigenen Bedürfnissen und Gefühlen umzugehen.
□ C: das seelische Gleichgewicht in inneren und äußeren Konflikten durch bestimmte Strategien wiederherzustellen.
□ D: zwischen Selbst und Objekten zu unterscheiden.
□ E: durch bestimmte Schutzmechanismen die Konfliktspannung zwischen Es und Über-Ich zu reduzieren.
Frage 11.2.9Prüfung aktuell (2016–2). Aussagenkombination
Abwehrstrategien eines Menschen werden als Abwehrmechanismen bezeichnet. Abwehrmechanismen sind:
  • 1.

    Projektion

  • 2.

    Regression

  • 3.

    Amnesie

  • 4.

    Identifikation

  • 5.

    Perseveration

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
Frage 11.2.10Aussagenkombination Abwehr(mechanismen)
Zu den Abwehrmechanismen zählen:
  • 1.

    Symboldeuten

  • 2.

    Rationalisierung

  • 3.

    Verschiebung

  • 4.

    Gedankensperrung

  • 5.

    Isolierung

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 11.2.11Aussagenkombination
Welche der folgenden Charakterisierungen von Abwehrmechanismen im psychoanalytischen Sinn sind zutreffend? Abwehr(mechanismen)
  • 1.

    VerleugnungVerleugnung: unzureichende Wahrnehmung eines belastenden Aspekts der Wirklichkeit

  • 2.

    Projektion: Schluss von anderen auf sich selbst

  • 3.

    RationalisierungRationalisierung: intellektuelles Wegerklären von angst- oder unlusterregenden Erlebnisinhalten

  • 4.

    AffektisolierungIsolierung: Trennung von Gefühlston und sachlichem (kognitivem) Inhalt

  • 5.

    Introjektion: Reaktivierung von bereits überwundenen Denk- und Verhaltensweisen

□ A: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.2.12 Vorsicht Falle! Abwehr(mechanismen) Aussagenkombination
Welche der folgenden Begriffe gehören zu den Abwehrmechanismen im psychoanalytischen Sinn?
  • 1.

    Übertragung

  • 2.

    Dissimulation

  • 3.

    Spaltung

  • 4.

    Intellektualisierung

  • 5.

    Internalisierung

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 11.2.13Abwehr(mechanismen)Einfachauswahl
Ein Patient, der gerade vom Stationsarzt die Mitteilung einer ungünstigen Prognose seiner Erkrankung bekommen hat, äußert gegenüber der Schwester: „Ich werde wohl nicht mehr lange leben, aber es ist so merkwürdig: Ich weiß nicht, wie es mir geht. Ich komme mir vor wie in Watte eingepackt.“ – Das beobachtete Erleben lässt sich psychoanalytisch beschreiben als
□ A: Isolierung
□ B: Reaktionsbildung
□ C: Rationalisierung
□ D: Ungeschehenmachen
□ E: Sublimierung
Frage 11.2.14Abwehr(mechanismen)Einfachauswahl
Ein Patient kommt verspätet zur Psychotherapiesitzung. Zu Beginn des Gesprächs äußert er die Befürchtung, der Therapeut habe wohl heute wenig Lust, ihn zu sehen. – Welcher psychodynamische Abwehrmechanismus kommt in dieser Äußerung am ehesten zum Ausdruck?
□ A: Ungeschehenmachen
□ B: Projektion
□ C: Verschiebung
□ D: Introjektion
□ E: Wendung gegen das Selbst

Verhaltenstherapie

Klassische und kognitive Verhaltenstherapie

Die klassische Verhaltenstherapieklassische Verhaltenstherapie geht davon aus, dass jedem Verhalten ein Lernprozess zugrunde liegt. Störungen des Verhaltens sind erlernt und können deshalb auch wieder verlernt werden. Das Erlernen wie auch das Verlernen von Verhaltensweisen erfolgt nach den Gesetzen der Lerntheorie, von denen v. a. das klassische KonditionierungKonditionieren, das operante Konditionieren und das ImitationslernenImitationslernen eine zentrale Rolle spielen (Abb. 11.4).
In den 1960er-Jahren entwickelte sich in den USA eine Gegenbewegung zur behavioristischen Psychologie. Psychologen wie Aaron T. Beck und Albert Ellis vertraten die Ansicht, der Mensch als vernunftbegabtes Wesen sei mehr als das Ergebnis konditionierter Lernvorgänge. Ihre Theorie: Jedem Verhalten gehen Denkvorgänge voraus, die oft nicht der Realität entsprechen und so zu einem irrationalen Verhalten führen. VerhaltenstherapiekognitiveDurch das Erkennen und Verändern verzerrter Gedankenmuster ändert sich auch das darauf basierende Verhalten. Die sich daraus herleitende Therapie heißt in den USA „kognitive Therapie“ („cognitive therapy“, CT), im deutschsprachigen Raum „kognitive Verhaltenstherapie“ (Abb. 11.5).
Moderne Verhaltenstherapeuten verwenden meist eine Kombination der beiden Verfahren. In Prüfungsfragen findet sich hierfür die Bezeichnung „kognitiv-behaviorale Therapie“ oder einfach „Methoden der Verhaltenstherapie“.

Grundbegriffe und theoretische Grundlagen

Typische Prüfungsfragen
Frage 11.3.1Einfachauswahl
Die VerhaltenstherapieGrundbegriffeVerhaltenstherapie …
□ A: wurde von Pawlow begründet.
□ B: arbeitet unter Einbeziehung kognitiver Theorien.
□ C: arbeitet bevorzugt mit Übertragung und Gegenübertragung.
□ D: arbeitet ausschließlich in Gruppen.
□ E: kann nicht mit einer Pharmakotherapie gekoppelt werden.
Frage 11.3.2VerhaltenstherapieGrundbegriffeAussagenkombination
Sowohl bei der klassischen als auch bei der operanten KonditionierungoperanteKonditionierung kann (können) auftreten:
  • 1.

    Reizgeneralisierung

  • 2.

    Reizdiskrimination

  • 3.

    Extinktion

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur Aussage 2 ist richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.3VerhaltenstherapieGrundbegriffeFallgeschichtenVerhaltenstherapieEinfachauswahl
Fallgeschichte: Ein 45-jähriger Mann hatte vor 1 Jahr einen Autounfall. Seit dieser Zeit hat er nicht nur Angst vor dem Autofahren, sondern auch Angst, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. – Für die Ausweitung der Angst kommt aus lerntheoretischer Sicht am ehesten in Betracht: Reizgeneralisierung
□ A: Diskriminationslernen
□ B: Modell-Lernen
□ C: Verstärkung
□ D: Konditionierung
□ E: Reizgeneralisierung
Frage 11.3.4Prüfung aktuell (2016–1). Einfachauswahl
Welche Aussage zum operanten Konditionieren trifft zu? Bei der positiven Verstärkung …
□ A: wird ein angenehmer Reiz nach unerwünschten Verhaltens verringert.
□ B: soll die Auftretenswahrscheinlichkeit des unerwünschten Verhaltens verringert werden.
□ C: wird ein unangenehmer Reiz nach erwünschtem Verhalten entfernt.
□ D: folgt ein angenehmer Reiz auf ein erwünschtes Verhalten.
□ E: soll die Auftretenswahrscheinlichkeit des erwünschten Verhaltens verringert werden.
Frage 11.3.5Mehrfachauswahl: Wählen Sie zwei Antworten. VerhaltenstherapieGrundbegriffeFallgeschichtenVerhaltenstherapie
Fallgeschichte: In Ihrer Praxis erscheint eine 25-jährige Frau mit Rückenschmerzen (eine organische Ursache ist ausgeschlossen): Beim Betreten des Sprechzimmers hinkt sie, reibt sich vermehrt die schmerzende Stelle und nimmt beim Sitzen eine Schonhaltung ein. Bei der Anamnese berichtet sie u. a., dass ihr Mann, wenn sie Schmerzen habe, sie entlaste, indem er z. B. den Haushalt erledigt. – Durch welche lerntheoretischen Begriffe ist das vermehrt gezeigte nonverbale Schmerzverhalten am ehesten zu erklären?
□ A: Klassische Konditionierung
□ B: Operante Konditionierung
□ C: Primäre Verstärkung
□ D: Negative Verstärkung
□ E: Reizgeneralisierung
Frage 11.3.6VerhaltenstherapieGrundbegriffeEinfachauswahl
Fallgeschichte: Ein Patient mit chronischem Rückenschmerz erzählt seinem Arzt, dass er vor Jahren erst dann ein Schmerzmittel genommen habe, wenn seine Schmerzen unerträglich geworden seien. Heute nehme er diese Schmerzmittel bereits bei ersten Anzeichen. – Lerntheoretisch lässt sich die Änderung des Einnahmeverhaltens erklären durch:
□ A: Diskrimination
□ B: Habituation
□ C: Negative Verstärkung
□ D: Positive Verstärkung
□ E: Systematische Desensibilisierung
Richtig oder falsch?

Methoden der Verhaltenstherapie

Typische Prüfungsfragen
Frage 11.3.7Prüfung aktuell (2015–2). VerhaltenstherapieMethoden/Techniken Aussagenkombination
Zu den Methoden/Techniken der Verhaltenstherapie zählen …
  • 1.

    Kognitive Umstrukturierung

  • 2.

    Aufforderung an den Patienten, frei zu assoziieren

  • 3.

    Gestalttherapie

  • 4.

    Gesprächspsychotherapie nach Rogers

  • 5.

    Reizkonfrontation

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.8Prüfung aktuell (2016–1). Mehrfachauswahl VerhaltenstherapieMethoden/Techniken
Welche Aussagen zu verhaltenstherapeutischen Verfahren treffen zu?
□ A: Bei der rational-emotiven Therapie Rational-emotive Therapie (RET) von Verhaltensstörungen (nach Ellis) lassen sich die irrationalen Grundannahmen durch einmaliges Aufdecken beheben.
□ B: Bei dem von Beck für die Behandlung von depressiven Störungen entwickelten Konzept der „kognitiven Triade Kognitive Triade “ handelt es sich um Muster von Schemata aus den Bereichen eigene Person, soziales Umfeld und Zukunft.
□ C: Bei Biofeedback Biofeedback werden Erlebnisinhalte der Patienten verbalisiert.
□ D: Eine Konfrontationsbehandlung mittels Flooding Flooding muss vom Therapeuten angeleitet und begleitet werden.
□ E: Eine systematische Desensibilisierung ist in erster Linie bei Schizophrenie indiziert.
Frage 11.3.9Aussagenkombination
Bei welchen der folgenden Therapieverfahren handelt es sich um verhaltenstherapeutische Interventionen?
  • 1.

    Time-out-Technik

  • 2.

    Expositionstraining

  • 3.

    Einsatz eines Verstärkerplans

  • 4.

    Stimuluskontrolle

  • 5.

    Selbstkontrollverfahren

□ A: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.10Prüfung aktuell (2015–1). Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen zu? Verhaltenstherapeutische Verfahren sind:
  • 1.

    Training sozialer Kompetenz

  • 2.

    Habituationstraining

  • 3.

    Systematische Desensibilisierung

  • 4.

    Exposition in sensu

  • 5.

    Sokratischer Dialog

□ A: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.11Vorsicht Falle! VerhaltenstherapieKonditionierung Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur Verhaltenstherapie trifft/treffen zu?
  • 1.

    Die operante Konditionierung kann bei chronisch Schizophrenen eingesetzt werden.

  • 2.

    Bei akuten Psychosen kann durch kognitive Umstrukturierung eine anhaltende Distanzierung von Wahninhalten erreicht werden.

  • 3.

    Die operante Konditionierung darf auch von ausgebildeten Helfern ausgeführt werden.

  • 4.

    In der Behandlung von Kindern bevorzugt man die klassische Konditionierung.

  • 5.

    Beim operanten Konditionieren wird durch systematische Reizreduktion eine Verhaltensänderung bewirkt.

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.12Aussagenkombination
Welche der folgenden Techniken der Verhaltenstherapie werden verwendet, um die soziale Kompetenz eines Klienten zu stärken?
  • 1.

    Hierarchiebildung

  • 2.

    Lernen am Modell

  • 3.

    Traumdeutung

  • 4.

    Rollenspiel

  • 5.

    Reizdiskrimination

□ A: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.13Aussagenkombination
Bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung von chronischer InsomnieVerhaltenstherapieInsomnie …
  • 1.

    werden schlaffördernde Verhaltensweisen verstärkt.

  • 2.

    wird der Patient angehalten, im Bett zu bleiben, während er wach liegt.

  • 3.

    wird der Patient angehalten, möglichst lange zu schlafen.

  • 4.

    wird Gedankenstopp eingesetzt.

  • 5.

    vermindert Entspannungstraining die körperliche Übererregung.

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.14Prüfung aktuell (2016–2). Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur kognitiven Umstrukturierung Umstrukturierung, kognitiveKognitive Umstrukturierung trifft (treffen) zu?
  • 1.

    Die kognitive Umstrukturierung stellt ein Basisverfahren kognitiver Therapien dar.

  • 2.

    Negative Kognitionen sollen durch rationalere, positive Gedanken ersetzt werden.

  • 3.

    Bei depressiven Patienten ist das Verfahren grundsätzlich kontraindiziert.

  • 4.

    Eine typische Methode der kognitiven Umstrukturierung ist die Hypnotherapie.

  • 5.

    Die kognitive Umstrukturierung versucht, eine Neubewertung der Gedanken/Gefühle/Körperreaktionen zu erzielen.

□ A: Nur Aussage 5 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 11.3.15Prüfung aktuell (2015–1). Mehrfachauswahl ReizkonfrontationKonfrontationstherapie
Welche der folgenden Aussagen zur Reizkonfrontation treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
□ A: Reizkonfrontation kann bei Agoraphobie zu einer Symptomreduktion führen.
□ B: Die Methode wird häufig bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Depressionen eingesetzt.
□ C: Die massive Konfrontation mit der angstbesetzten Situation führt idealerweise zu einer Auflösung des Spannungszustands und minimiert so die Erwartungsangst.
□ D: Zentrale Aussagen des erarbeiteten Erklärungs- und Veränderungsmodells dürfen nicht als Wahrscheinlichkeitsaussagen formuliert werden.
□ E: Ein graduiertes Vorgehen ist bei dieser Methode nicht möglich.
Frage 11.3.16VerhaltenstherapiekognitiveAussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur kognitiven Therapie nach Beck treffen zu?
  • 1.

    Die kognitive Kognitive Therapie nach BeckTherapie nach Beck wurde ursprünglich für die Behandlung von Depressionen entwickelt.

  • 2.

    Im ersten Therapieschritt lernen die Patienten, krankmachende, zumeist automatisch ablaufende Gedanken zu identifizieren.

  • 3.

    Im zweiten Schritt werden diese Gedanken einer ausführlichen Überprüfung unterzogen (sokratischer DialogSokratischer Dialog).

  • 4.

    Diese Therapie ist bei akuter schizophrener Erkrankung indiziert.

  • 5.

    Die Wirksamkeit bei leichten und mittelschweren Depressionen ist wissenschaftlich gut belegt.

□ A: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.17VerhaltenstherapiekognitiveAussagenkombination
Zu den kognitiven VerhaltenstechnikenKognitive VerhaltenstherapieTechniken zählt/zählen:
  • 1.

    Reattribuierung

  • 2.

    Eigeninstruktion

  • 3.

    Gedankenstopp

  • 4.

    Übertragung

  • 5.

    Antizipation

□ A: Nur Aussage 4 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
Frage 11.3.18Einfachauswahl
Welche der folgenden Techniken zählt nicht zu den Komponenten kognitiv-verhaltenstherapeutischer Verfahren der SchmerzkontrolleSchmerzkontrolle? Verhaltenstherapiekognitive
□ A: Analyse schmerzauslösender oder -aufrechterhaltender Bedingungen
□ B: Einübung imaginativer Techniken (z. B. Vorstellung schmerzinkompatibler Situationen)
□ C: Erlernen von Entspannungstechniken
□ D: Schmerzkontingente Darbietung sozialer Verstärker beim Auftreten von Schmerzen
□ E: Selbstinstruktionstraining (Einübung ermutigender Selbstverbalisierungen)
Frage 11.3.19Aussagenkombination
Welche der folgenden Maßnahmen sind typischerweise Bestandteil der operanten Therapie chronischer Chronischer SchmerzPsychotherapieSchmerzen?
  • 1.

    Zeitkontingente Medikation

  • 2.

    Entwicklung von Plänen für die körperliche Aktivierung der Patienten

  • 3.

    Verhaltensanalyse

  • 4.

    Schmerzkontingente Medikation

  • 5.

    Einbeziehung von Bezugspersonen des Patienten

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.20VerhaltenstherapieMethoden/TechnikenAussagenkombination
Welche der folgenden Methoden sind Methoden zur SelbststeuerungSelbststeuerung?
  • 1.

    Selbstbeobachtung

  • 2.

    Stimuluskontrolle

  • 3.

    Selbstverstärkung und -bestrafung

  • 4.

    Gedankenstopp

  • 5.

    Progressive Muskelrelaxation

□ A: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
Frage 11.3.21Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen zur systematischen Desensibilisierung treffen zu? Desensibilisierung, systematische
  • 1.

    Lerntheoretische Grundlage ist das Prinzip der reziproken Hemmung.

  • 2.

    Die systematische Desensibilisierung wird insbesondere bei Ängsten angewandt, die durch real existierende Gefahren ausgelöst werden.

  • 3.

    Bevor die Angstsymptome angegangen werden, sollte der Patient lernen, sich zu entspannen.

  • 4.

    Vor Beginn der Therapie wird zusammen mit dem Therapeuten eine Angsthierarchie erarbeitet.

  • 5.

    Die systematische Desensibilisierung ist Methode der Wahl bei der Behandlung von Zwangsstörungen.

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.3.22Prüfung aktuell (2017–1). Aussagenkombination
Zur selbstständigen Durchführung von Verhaltenstherapie VerhaltenstherapieZulassungsberechtigung bei psychisch kranken Menschen berechtigt grundsätzlich …
  • 1.

    die Approbation als Arzt

  • 2.

    das abgeschlossene Studium der Psychologie

  • 3.

    die allgemeine Heilpraktikererlaubnis

  • 4.

    die auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis

  • 5.

    die Approbation als psychologischer Psychotherapeut

□ A: Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.

Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers

In den Jahren 1998–2006 gab es in fast jeder Prüfung eine Frage zur klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Gesprächs(psycho)therapie nach RogersRogers. Bis auf ganz wenige Ausnahmen ging es dabei nahezu immer um dieselben – in Abb. 11.6 aufgeführten – Themen, sodass die Fragen problemlos zu beantworten waren. Dies mag der Grund dafür sein, dass von 2007 bis heute nur noch zwei Fragen zu Rogers auftauchten, davon eine zu seiner Krankheitstheorie, die etwas aus dem Rahmen fällt (Frage 11.4.3).
Typische Prüfungsfragen
Frage 11.4.1Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen trifft auf Grundannahmen, Ziele und Vorgehensweisen der klientenzentrierten Psychotherapie nach Carl Rogers zu? Gesprächs(psycho)therapie nach RogersGrundannahmen
  • 1.

    Der Therapeut verbalisiert die emotionalen Erlebnisinhalte des Klienten.

  • 2.

    Der Therapeut vermittelt dem Klienten emotionale Wertschätzung.

  • 3.

    Der Therapeut unterstützt den Klienten in seinem Bemühen nach Selbstverwirklichung und Selbstaktualisierung.

  • 4.

    Der Therapeut ist bemüht, die eigenen unbewussten Emotionen und Reaktionen zu verbalisieren.

  • 5.

    Der Therapeut berät den Klienten in Lebenskrisen.

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
Frage 11.4.2Aussagenkombination
Zu den Kennzeichen des klientenzentrierten Gesprächsstils in der Beratungssituation gehören: Gesprächs(psycho)therapie nach RogersGesprächsstil
  • 1.

    Echtheit des Therapeuten im Hinblick auf den Ausdruck von Spannungen und eigenen Gefühlen

  • 2.

    Wertschätzung und Wärme, die nicht an Bedingungen gebunden sind

  • 3.

    Förderung der Introspektion des Klienten

  • 4.

    Verbalisierung von erkennbaren Gefühlen des Klienten durch den Therapeuten

  • 5.

    Einsatz von Entspannungstechniken zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 4sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.4.3Gesprächs(psycho)therapie nach RogersKrankheitstheorieEinfachauswahl
Welche Aussage charakterisiert am ehesten die Krankheitstheorie, auf der die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers aufbaut? – Das neurotische Symptom …
□ A: entspricht einem gelernten dysfunktionalen Verhalten.
□ B: ist eine Kompromissbildung zwischen Wunsch und verinnerlichter Norm.
□ C: ist Folge eines Entwicklungsschadens.
□ D: stellt eine intrusive (bildhafte) Erinnerung an ein erlittenes Trauma dar.
□ E: ist Folge einer Inkongruenz zwischen dem Selbstkonzept und neuen Erfahrungen.
Frage 11.4.4Aussagenkombination
Merkmale der sog. voll funktionsfähigen Person („fully functioning Fully functioning personperson“) nach Rogers sind:
  • 1.

    Unverzerrte Realitätswahrnehmung und reife, befriedigende soziale Interaktionen

  • 2.

    Offenheit gegenüber Erfahrungen

  • 3.

    Totale Übereinstimmung von Selbstbild und Idealbild

  • 4.

    Wertschätzung des eigenen Selbst

  • 5.

    Übereinstimmung von Selbstbild und Erfahrung

□ A: Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.4.5Gesprächs(psycho)therapie nach RogersGesprächsstilAussagenkombination
Ein Klient sagt zum Therapeuten: „Meine Frau weiß nicht, dass ich trinke. Wenn sie davon erfährt, verlässt sie mich“. – Welche der folgenden Reaktionen des Therapeuten ist/sind im Sinne der nondirektiven GesprächsführungGesprächsführung, nondirektiveNondirektive Gesprächsführung klientenzentriert?
  • 1.

    „Ich glaube, Sie brauchen sich nicht zu beunruhigen. Ihre Frau wird Sie bestimmt verstehen.“

  • 2.

    „Wie viel trinken Sie denn pro Tag?“

  • 3.

    „Vielleicht können Sie das Verständnis Ihrer Frau gewinnen, wenn Sie ihr erklären, dass Ihre momentane Belastung dazu geführt hat.“

  • 4.

    „Sie haben Angst, Ihre Frau könnte Sie verlassen, wenn sie von Ihrem Trinken erfährt.“

□ A: Nur Aussage 1 ist richtig.
□ B: Nur Aussage 4 ist richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig.
□ E: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.

Entspannungsverfahren

Frage 11.5.1Prüfung aktuell (2016–2). Entspannungsverfahren Einfachauswahl
Welche Aussage trifft zu? Beim autogenen Training (AT) …
□ A: wird der Patient vom Therapeuten hypnotisiert.
□ B: werden demenzbedingte Gedächtnisstörungen deutlich gebessert.
□ C: können unwillkürliche Körperfunktionen beeinflusst werden.
□ D: soll die Herzfrequenz deutlich ansteigen.
□ E: werden die Muskeln zunächst für einige Sekunden maximal angespannt und anschließend schrittweise entspannt.
Frage 11.5.2Einfachauswahl
Welche Aussage zur progressiven MuskelrelaxationProgressive Muskelrelaxation (PMR) (PMRPMR (progressive Muskelrelaxation)) trifft zu?
□ A: Ziel ist eine konzentrative Amnesie.
□ B: Vorrangiges Ziel ist die Reduktion der Atemfrequenz.
□ C: Das Verfahren ist durch willentliche und bewusste An- und Entspannung von Muskelgruppen charakterisiert.
□ D: Bei akut psychotischen Patienten wirkt es sich günstig auf die Gespanntheit aus.
□ E: Die PMR ist die Methode der Wahl zum Abbau von Zwangshandlungen.
Frage 11.5.3Aussagenkombination Progressive Muskelrelaxation (PMR)
Die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen kommt in Betracht …
  • 1.

    bei Patienten mit Schlafstörungen.

  • 2.

    bei Patienten mit akuter Schizophrenie.

  • 3.

    als Training für Angstbewältigung.

  • 4.

    bei Patienten mit chronischen Schmerzen.

  • 5.

    bei Patienten mit arterieller Hypertonie.

□ A: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.5.4Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen über autogenes Autogenes TrainingTraining (AT) treffen zu?
  • 1.

    Das Erlernen des AT kann nur im Gruppensetting erfolgen.

  • 2.

    Das AT beeinflusst die vegetativen Funktionen.

  • 3.

    Nach Anleitung kann das AT schon von 10- bis 12-jährigen Kindern selbstständig ausgeübt werden.

  • 4.

    Das AT ist bei psychotischen Erkrankungen immer gut zur Lösung von Ängsten und Spannungen geeignet.

  • 5.

    Die Wirksamkeit des AT bei Neurodermitis wurde nachgewiesen.

□ A: Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.5.5Autogenes TrainingIndikationenAussagenkombination
Autogenes Training ist u. a. bei folgenden Erkrankungen indiziert:
  • 1.

    Sympathikotone Überfunktion, z. B. Hypertonie (Bluthochdruck) oder Tachykardie (schneller Herzschlag)

  • 2.

    Manische Episode

  • 3.

    Phobie

  • 4.

    Muskuläre Verspannung, Spasmen, chronischer Schmerz

  • 5.

    Akute Hirnschädigung

□ A: Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.5.6Mehrfachauswahl: Wählen Sie zwei Antworten!
Die Vermittlung des autogenen Trainings sollte unterbleiben bei …
□ A: epileptischen Anfällen in der Vorgeschichte.
□ B: metabolischem Syndrom mit Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus.
□ C: Intelligenzminderung leichten Grades.
□ D: schweren Konzentrationsstörungen.
□ E: enttäuschenden Erfahrungen mit anderen Selbstentspannungsmethoden.

Seltene Fragen zu psychotherapeutischen Verfahren

Frage 11.6.1Einfachauswahl
Zum psychotherapeutischen „PsychotherapieSettingSetting“ gehört …
□ A: die Vereinbarung des Honorars.
□ B: die Testpsychologie.
□ C: die Fremdanamnese.
□ D: die Klärung der unbewussten Ursachen der inneren Konflikte.
□ E: die systematische Desensibilisierung.
Frage 11.6.2Aussagenkombination
Welche der folgenden Aussagen treffen bei der psychotherapeutischen Behandlung chronischer Psychotherapiebei chronischen SchmerzenChronischer SchmerzPsychotherapieSchmerzen zu?
  • 1.

    Typischerweise gelingt es, zuerst die Schmerzempfindung zu verringern, während die schmerzbedingten Einschränkungen im alltäglichen Leben erst danach abnehmen.

  • 2.

    Die Aufarbeitung frühkindlicher Konflikte ist vorrangig.

  • 3.

    Es werden schmerzhemmende Erlebens- und Verhaltensmuster eingeübt.

  • 4.

    Soziale Faktoren werden ausgeklammert.

  • 5.

    Das Erlernen wirksamer Problemlösestrategien erhöht die Selbstkontrolle und die Selbstwirksamkeit des Patienten.

□ A: Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig.
□ B: Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.6.3Mehrfachauswahl: Kreuzen Sie drei Aussagen an.
Ein 50-jähriger Krebspatient tritt in eine SelbsthilfegruppeSelbsthilfegruppe ein, um seine Erkrankung dort besser zu bewältigen, als es allein innerhalb seiner Familie möglich ist. – Welche der folgenden Ziele können üblicherweise in der Selbsthilfegruppe erreicht werden?
□ A: Betreuung durch psychotherapeutisch geschulte Experten
□ B: Erlangen von Informationen zu Erkrankung und Therapie
□ C: Rasche Heilung durch Anwendung alternativer Heilverfahren
□ D: Überwindung sozialer Isolation
□ E: Unternehmungen mit Menschen in gleicher Situation
Frage 11.6.4Vorsicht Falle! Supportive PsychotherapiePsychotherapiesupportive Aussagenkombination
In welchen der nachstehenden Fälle eignet sich supportive Psychotherapie?
  • 1.

    Ambulante Nachbetreuung von Personen mit psychiatrischen Störungsbildern

  • 2.

    Abhängigkeit von psychotropen Substanzen

  • 3.

    Demenzielle Erkrankungen

  • 4.

    Schwere Persönlichkeitsstörungen

  • 5.

    Panikstörung

□ A: Nur Aussage 5 ist richtig.
□ B: Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig.
□ C: Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig.
□ D: Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig.
□ E: Alle Aussagen sind richtig.
Frage 11.6.5Einfachauswahl
Welches der folgenden Verfahren zählt nicht zur supportiven Psychotherapie? Supportive PsychotherapiePsychotherapiesupportive
□ A: Analytische Psychotherapie
□ B: Hilfen zur Strukturierung des Alltags
□ C: Empathisches Zuhören des Therapeuten
□ D: Aktivierung persönlicher Ressourcen und Stärkung des Selbstwertgefühls
□ E: Psychoedukation in Bezug auf die Erkrankung
Frage 11.6.6Einfachauswahl
FallgeschichtenSchlafstörungenFallgeschichte: Ein Patient mit InsomnieTherapieInsomnie beschreibt, dass er täglich Angst vor der Nacht habe, da er vergeblich versuche einzuschlafen. Der Therapeut empfiehlt ihm, sich an den kommenden Abenden beim Schlafengehen vorzunehmen, im Bett so lange wie möglich wach zu bleiben. – Welcher der folgenden Termini (= Begriffe) bezeichnet das gewählte therapeutische Vorgehen am zutreffendsten?
□ A: Implosion
□ B: Hypnokatharsis
□ C: Paradoxe Intention
□ D: Selbstbehauptungstraining
□ E: Shaping
Frage 11.6.7Einfachauswahl
Wenn ein Arzt in einer Balint-Balint-GruppenGruppe versucht, sich über die Frage klarzuwerden, welches spezielle Gefühl ein bestimmter Patient in ihm auslöst, beschäftigt er sich vor allem mit …
□ A: der Verhaltensanalyse.
□ B: der Gegenübertragung.
□ C: einem Selbstsicherheitstraining.
□ D: einem Training sozialer Kompetenz.
□ E: der paradoxen Intention.

Lösungen mit Kommentaren

Lösung 11.1.1B: Nur 1, 2 und 5 sind richtig. PsychotherapieVerfahren
  • Zu 1: Richtig! Die Schematherapie Schematherapie (nach Jeffrey E. Young) ist eine Weiterentwicklung der kognitiven VT. Sie wird vor allem zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen eingesetzt.

  • Zu 2: Richtig! Die Gestalttherapie Gestalttherapie nach Fritz Perls ist ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, bei dem vor allem die Wahrnehmung mit allen Sinnen ein zentrales Anliegen ist, nach dem Motto: „Get out of your head/Lose your mind and come to your senses“ (frei überliefert nach F. Perls).

  • Zu 3: Falsch! Die Lichttherapie Lichttherapie wird vor allem bei saisonalen Depressionen Depression/depressive EpisodesaisonaleDepression/depressive EpisodeTherapie und Schlafstörungen SchlafstörungenTherapie eingesetzt. Hintergrund: Licht steuert das Zusammenspiel der körpereigenen Hormone Melatonin und Serotonin. Durch Sonnenlicht steigt der Spiegel des „Glückshormons“ Serotonin, das sich u. a. positiv auf unsere Stimmung auswirkt. Die Lichttherapie ist ein medizinisch-biologisches Verfahren und zählt nicht zur Psychotherapie.

  • Zu 4: Falsch! Die Schlafentzugstherapie Schlafentzugstherapie wird in Kliniken zur begleitenden Behandlung von Depressionen eingesetzt. Durch den Schlafentzug kommt es kurzzeitig zu einer Stimmungsaufhellung, die allerdings nicht lange anhält. Die „Wachtherapie Wachtherapie “ basiert auf biologischen Wirkmechanismen und zählt nicht zur Psychotherapie.

  • Zu 5: Richtig! EMDR EMDR ist ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, das seit 2016 von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, wenn die Diagnose PTBS Posttraumatische BelastungsstörungEMDR vorliegt und die Therapie von einem Psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt wird.

Lösung 11.1.2A: Nur 1, 2 und 4 sind richtig. PsychotherapieVerfahren
  • Zu 1: Richtig! Das Autogenes TrainingAT ist eine anerkannte Therapiemethode, die vorwiegend zur Entspannung angewendet wird.

  • Zu 2: Richtig! Die KörperpsychotherapieKörperpsychotherapie (= körperorientierte PsychotherapiePsychotherapiekörperorientierte) geht davon aus, dass Körper und Psyche eine Einheit bilden und man deshalb über den Körper auch psychische Blockaden erkennen und lösen kann. Die Körperpsychotherapie zählt deshalb zur Psychotherapie.

  • Zu 3: Falsch! BachblütenBachblütentherapie sind Blütenextrakte, die – so ihr Begründer Dr. Edward Bach – die Stimmung und die Emotionen der betroffenen Personen wieder ins Gleichgewicht bringen. Ihre Wirkung ist umstritten. In jedem Fall zählen Blütenextrakte nicht zur Psychotherapie und dürfen nach Ansicht der Prüfer nur von einem „Großen Heilpraktiker“ verordnet werden.

  • Zu 4: Richtig! Die im Augenblick am häufigsten eingesetzte Methode zur Behandlung der Borderline-Borderline-Persönlichkeitsstörungdialektisch-behaviorale TherapiePS ist die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT)Dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan. Die DBT ist eine Mischung aus kognitiver VT und Übungen zur Achtsamkeit und soll helfen, emotionale Flashbacks frühzeitig zu erkennen und dann die Konzentration auf andere Dinge zu lenken (z. B. auf das Rollen eines Igelballs oder das Pressen der Hände gegen die Wand). Die DBT stellt eine Sonderform der VT dar und zählt deshalb zu den anerkannten Therapieverfahren.

  • Zu 5: Falsch! Die Cranio-Sakral-TherapieCranio-Sakral-Therapie ist eine Sonderform der Osteopathie und darf deshalb nur von einem „Großen Heilpraktiker“ oder einem Heilpraktiker beschränkt auf Osteopathie ausgeübt werden.

Lösung Tab. 11.1Richtig oder falsch? PsychotherapieVerfahren
  • Zu 1: Falsch! Die klassische PsychoanalyseklassischePsychoanalyse findet über einige Jahre hinweg drei- bis fünfmal wöchentlich statt und ist deshalb eine Langzeittherapie.

  • Zu 2: Falsch! Als eines der drei von den Krankenkassen finanzierten psychotherapeutischen Behandlungsverfahren orientiert sich die analytische PsychotherapieaufdeckendePsychotherapiePsychotherapieanalytische eng an der Psychoanalyse, ist jedoch mehr Einschränkungen unterworfen. Im Gegensatz zur klassischen PsychoanalysePsychoanalyse muss bei der analytischen PsychotherapieAnalytische Psychotherapie ein klar umschriebenes Behandlungsziel festgelegt werden, wie dies die Richtlinien für eine kassenärztliche Erstattung der Kosten vorschreiben. Auch die kürzere Behandlungsdauer und das Setting (Therapeut und Klient sitzen sich meist gegenüber) sind anders als bei der klassischen Psychoanalyse.

  • Zu 3: Richtig! Das Zusammenwirken der drei Instanzen Ich – Es – Über-Ich ist ein dynamischer Prozess mit ständigen Veränderungen. Inzwischen hat das Wort „psychodynamisch“ eine Begriffserweiterung erfahren und bezeichnet häufig das Zusammenwirken zwischen bewussten und unbewussten seelischen Prozessen ganz allgemein. Psychodynamik

  • Zu 4: Falsch! Die kognitive TherapieKognitive Therapie nach Beck (engl. „cognitive therapy“) zählt zur VerhaltenstherapiekognitiveVT, bei der es darum geht, krankhaftes Verhalten im Hier und Jetzt zu verändern, ohne danach zu fragen, wann und wie es in der Vergangenheit (z. B. in der Kindheit) entstanden ist.

  • Zu 5: Falsch! Der für die KinesiologieKinesiologie typische Muskeltest begründet sich auf die Erkenntnis, dass bestimmte Muskeln das Energieniveau der Meridiane widerspiegeln – u. a. gibt der Muskeltest Auskunft über Emotionen und Energieblockaden im Körper. Die Wirksamkeit wird in Medizinerkreisen bestritten. In jedem Fall zählen die verschiedenen Verfahren der PsychokinesiologiePsychokinesiologie nicht zur Psychotherapie.

  • Zu 6: Falsch! Das PsychodramaPsychodrama zählt zwar zur Psychotherapie, nicht jedoch das FamilienstellenFamilienstellen, das von Medizinern und Psychotherapeuten sehr kritisch gesehen wird.

  • Zu 7: Falsch! → Frage 11.1.1

  • Zu 8: Falsch! Körperorientierte PsychotherapiePsychotherapiekörperorientierte findet – je nach Therapiemethode – häufig in Einzelsitzungen, manchmal auch in Gruppen statt. Körperpsychotherapie

  • Zu 9: Falsch! Das katathyme Katathymes BilderlebenBilderleben nach Hanscarl Leuner baut auf dem theoretischen Fundament der Psychoanalyse auf. In seiner ursprünglichen Form wird hierbei weder gezeichnet noch gemalt.

  • Zu 10: Falsch! Balint-Balint-GruppenGruppen sind im klassischen Verständnis Arbeitsgruppen von Ärzten (nicht Patienten!), die sich unter der Leitung eines erfahrenen Psychotherapeuten regelmäßig treffen, um über „Problempatienten“ aus ihrer Praxis zu sprechen. Die Methode wurde von Michael Balint (1896–1970), einem Psychiater und Psychoanalytiker ungarischer Herkunft, erstmals an einer Londoner Klinik eingeführt.

  • Zu 11: Falsch! Die ReizüberflutungReizüberflutung (FloodingFlooding) zählt zu den Techniken der VT, nicht zu den aufdeckenden Verfahren.

  • Zu 12: Falsch! Keine Progressive Muskelrelaxation (PMR)Entspannungstechniken bei manischen oder psychotischen Erkrankungen – sie bewirken eine Symptomverschlechterung.

Lösung 11.1.3Richtig sind B und D.
  • Zu A: Falsch! Die Technik des EMDR EMDR EMDR wurde ursprünglich in den USA zur Behandlung der schweren PTBS bei Kriegsveteranen eingesetzt. Traumaforscher Traumatherapie gehen davon aus, dass es durch die Links-Rechts-Bewegung der Augen zu einer Neuvernetzung im Gehirn kommt, die dazu führt, dass die Erinnerungsbilder nicht mehr als gegenwärtig erlebt werden. Näheres hierzu z. B. unter www.emdria.de/emdr/was-ist-emdr/.

  • Zu B: Richtig! Flooding Flooding (Reizüberflutung Reizüberflutung ) wird z. B. bei Höhenangst oder Klaustrophobie eingesetzt.

  • Zu C: Falsch! Vermeidungsverhalten ist das Gegenteil von Expositionstraininggraduiertes Exposition mit Reaktionsverhinderung.

  • Zu D: Richtig! Graduiert Graduierte Exposition bedeutet: Der Angstreiz wird langsam gesteigert.

  • Zu E: Falsch! Der sokratische Dialog Sokratischer Dialog ist eine Technik der kognitiven VT: Durch kluge, offene Fragen soll der Klient selbst negative Kognitionen als nicht angemessen erkennen und durch realistischere Gedankenmuster ersetzen. Der sokratische Dialog wird in erster Linie bei psychischen Störungen (z. B. Depressionen, sozialer Phobie, generalisierte Angststörung) eingesetzt, nicht jedoch bei demenziellen Erkrankungen.

Lösung 11.1.4E: Alle Aussagen sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Das SORKC- SORKC-Modell/-Schema Modell stammt von dem Verhaltenstherapeuten Frederic Kanfer. Es beinhaltet 5 Elemente: S = Stimulus (Reiz); O= Organismus; R = Reaktion; K = Kontingenz; C = Konsequenz (engl. „consequence“). Weitere Infos unter www.medpsych.uni-freiburg.de/OL/body_sorck.html.

  • Zu 2: Richtig! → Kommentar zu 11.1.3 (A).

  • Zu 3: Richtig! Die tiefenpsychologisch orientierte Tiefenpsychologisch fundierte PsychotherapiePsychotherapietiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine Weiterentwicklung der Psychoanalyse Psychoanalyse : Der Patient liegt allerdings nicht mehr auf der Couch, Therapeut und Klient sitzen einander gegenüber. Die Therapie ist kürzer; der Fokus liegt stärker auf dem aktuellen Geschehen als bei Freud. Die tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

  • Zu 4: Richtig! Die positive Wertschätzung (Akzeptanz) zählt neben der Empathie und der Echtheit (Selbstkongruenz) zu den drei Grundeigenschaften des Therapeuten in der Gesprächspsychotherapie nach Rogers Kap. 11.4, Abb. 11.6.Gesprächs(psycho)therapie nach RogersTherapeuteneigenschaften

  • Zu 5: Richtig! Das Training sozialer Training sozialer Kompetenzen Kompetenzen wird i. d. R. in Gruppen durchgeführt, mit Rollenspiel, Videoaufzeichnungen usw.

Lösung 11.1.5C: Nur 2, 3 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Ein wichtiger Teil einer psychoanalytischen Einzelsitzung sind die Gespräche zwischen Therapeut und Patient, die auch Hilfen für aktuelle Problemstellungen beinhalten.

  • Zu 2: Richtig! Gemeint sind wohl Konflikte im sozialen Umfeld wie auch Anpassungsstörungen, bei denen es hilfreich sein kann, wenn die Betroffenen ihre Gefühle erkennen und verbal äußern können. Psychotherapieklientenzentrierte

  • Zu 3: Richtig! Der Begriff VerhaltensmodifikationVerhaltensmodifikation (= Änderung des Verhaltens) beinhaltet eine auf Lerngesetzen basierende Technik zur Veränderung von unerwünschtem Verhalten. Dazu zählen z. B. Techniken des Belohnungslernens, aber auch kognitive Verfahren wie das Erlernen von Regeln und Verhaltensweisen im sozialen Bereich. Störungen werden hier über Einschätzungs- und Bewertungsprozesse argumentativ und direkt angegangen, um die Betroffenen zu einer realistischen Neueinschätzung ihrer Situation zu bewegen. In dieser Definition ist die Verhaltensmodifikation eine spezielle Form der VT.

  • Zu 4: Richtig! Die DBTDialektisch-behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan, eine Sonderform der VT, hat sich vor allem bei der Therapie der Borderline-PSBorderline-Persönlichkeitsstörungdialektisch-behaviorale Therapie bewährt. Sie ist eine Mischung aus kognitiver VT und Übungen zur Achtsamkeit, die den Betroffenen hilft, emotionale Flashbacks frühzeitig zu erkennen und dann die Konzentration auf andere Dinge zu lenken.

  • Zu 5: Falsch! Die systematische DesensibilisierungDesensibilisierung, systematischePhobien findet bevorzugt bei isolierten Phobienisolierte (spezifische)Isolierte PhobienPhobien (z. B. Hunde- oder Spinnenphobie) Anwendung.

Lösung 11.1.6Richtig sind B und D. Psychotherapieaufdeckende
  • Kommentar: A, C und E sind Richtungen der VT, die nicht aufdeckend arbeitet.

  • Zu B und D: Die tiefenpsychologisch fundierte Tiefenpsychologisch fundierte PsychotherapiePsychotherapiePsychotherapieaufdeckende hat sich aus der Psychoanalyse entwickelt. Beide Verfahren wollen verdrängte frühkindliche Konflikte „aufdecken“, zählen also zu den aufdeckenden Verfahren.

Lösung 11.2.1Richtig sind C und D. PsychoanalyseZiele
  • Kommentar: Die Aussagen C und D fassen einige der zentralen Ziele der Psychoanalyse zusammen. Ein „kathartisches Ausagieren“ in der gewohnten Umgebung oder durch szenisches Darstellen ist hierbei ebenso wenig erwünscht wie die Herstellung eines Entspannungszustands durch „abgestufte Konzentrationsübungen“.

Lösung 11.2.2B: Nur 3 und 4 sind richtig. Psychoanalyseklassische
  • Zu 1: Falsch! Bei der Psychoanalyse hört der Therapeut „mit gleichschwebender Aufmerksamkeit“ zu und hilft dem Klienten, seine Bilder, Worte und Gefühle zu verstehen, auf keinen Fall übernimmt er von Anfang an eine aktive Rolle.

  • Zu 2: Falsch! Bei der freien Freie AssoziationAssoziation soll der Klient ohne Scheu alles sagen, was ihm gerade einfällt – auch in Bezug auf den Therapeuten.

  • Zu 3: Richtig!

  • Zu 4: Richtig! Das ist Teil der AbstinenzregelAbstinenzregel.

  • Zu 5: Falsch! Der Analytiker darf seine persönliche Geschichte nicht einbringen, infolgedessen ist diese Aussage unsinnig.

Lösung 11.2.3B: Nur 1 und 3 sind richtig. PsychoanalyseEinzeltherapie
  • Zu 1: Richtig!

  • Zu 2: Falsch! Das Einüben von Verhaltensmustern gehört zur VT.

  • Zu 3: Richtig! Vorsicht Falle! Es geht bei dieser Aussage um die Bearbeitung von ÜbertragungÜbertragung und GegenübertragungGegenübertragung, die ganz wesentlich die Beziehung zwischen Patient und Therapeut beeinflussen. Eine zu bearbeitende private Beziehung zwischen Patient und Therapeut ist damit nicht gemeint.

  • Zu 4: Falsch! Das freie Freie AssoziationAssoziieren erfolgt ohne den Einsatz von Entspannungstechniken.

  • Zu 5: Falsch! In der psychoanalytischen Therapie wird den Patienten häufig vorgeschlagen, wichtige Entscheidungen erst dann zu treffen, wenn die Therapie erfolgreich abgeschlossen ist, auf keinen Fall mit Beratung des Therapeuten. Dazu Freud in einem Brief an Reik: „ In lebenswichtigen Dingen …, bei der Wahl eines Partners oder eines Berufes, sollte die Entscheidung aus dem Unbewussten kommen.“

Lösung 11.2.4C: Nur 2, 4 und 5 sind richtig. ÜbertragungGegenübertragung
  • Zu 1: Falsch! Die Übertragung ist erwünscht und ein wichtiger Teil der Therapie.

  • Zu 2: Richtig! Die Analyse der Gegenübertragungsgefühle (Liebesgefühle, Aggression, Mitleid usw.) hilft zu verstehen, durch welche Art von Übertragung sie ausgelöst wurden.

  • Zu 3: Falsch! Die auftauchenden Gegenübertragungsemotionen werden dem Patienten nicht mitgeteilt – dies widerspräche der Abstinenzregel.

  • Zu 4 und 5: Richtig! → Kommentar zu 1 und 2.

Lösung 11.2.5A: Keine der Aussagen ist richtig.
  • Kommentar: In der Frage geht es um das Phänomen der Übertragung; beschrieben werden jedoch drei Aspekte der Gegenübertragung Gegenübertragung.

Lösung 11.2.6Richtig ist C.

Merke

Faustregel zum Krankheitsgewinn (nach Sigmund Freud)

Krankheitsgewinn Weniger Angst = primärer Krankheitsgewinn
Mehr Zuwendung = sekundärer Krankheitsgewinn
Lösung 11.2.7Richtig sind B und E.
  • Kommentar: A, C und D sind zusätzliche (= sekundäre) Vorteile als Folge der Erkrankung. Aussage B zählt zum primären KrankheitsgewinnprimärerKrankheitsgewinn. Aussage E beschreibt auf theoretischer Ebene den primären Krankheitsgewinn mit Bezug auf das Konfliktmodell von Freud. Ein Beispiel hierzu: Eine beruflich überlastete Lehrerin möchte eigentlich nicht mehr in die Schule gehen und nicht mehr stapelweise Schülerarbeiten korrigieren (→ Wünsche des Es); ihr Pflichtgefühl lässt es allerdings nicht zu, dass sie „faul“ zu Hause bleibt (→ Forderung des Über-Ich). Um den Konflikt zu lösen, bekommt sie Lähmungserscheinungen in der rechten Hand, mit der sie normalerweise korrigiert. Und als sie pflichtbewusst das Haus verlässt, um zur Schule zu gehen, sind ihre Beine gelähmt. Die Konversionssymptome haben zur Folge, dass sie nicht zur Schule gehen muss und auch keine Schülerarbeiten mehr korrigieren kann. Damit ist ihr Problem allerdings nicht gelöst, die körperlichen Symptome sind nur ein kurzzeitiger Kompromiss, der bewirkt, dass die angsterzeugende Konfliktspannung („Ich will nicht“, „Ich muss aber…“) eine Zeit lang kaum mehr spürbar ist.

Lösung Tab. 11.2Richtig oder falsch?
  • Zu 1: Richtig!

  • Zu 2: Falsch! Abwehr(mechanismen)Abwehrmechanismen sind unbewusste Bewältigungsstrategien des „Ich“, um das innerpsychische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.

  • Zu 3: Richtig! Wenn jemand sich mit den Idealen eines Albert Schweitzer oder Mahatma Gandhi identifiziert, ist dies nicht automatisch krankhaft. Ähnliches gilt, wenn jemand seine Wut auf den Chef auf ein Stück Holz „verschiebt“ und durch Holzhacken abreagiert.

  • Zu 4: Richtig! Die VerdrängungVerdrängung ist überdies an vielen anderen Abwehrmechanismen beteiligt.

  • Zu 5: Richtig!

  • Zu 6: Falsch! Umgangssprachlich sagen manche oft: „Der projiziert seine Wut auf den Vater auf mich“ oder: „Ich will nicht die Projektionsfläche für seine Mutterproblematik sein“. Genau genommen handelt es sich bei diesen Beispielen nicht um ein Abwehren, sondern um ein Ausleben von Emotionen an einem Ersatzobjekt (Therapeut, Partner/Partnerin), auf das der alte Konflikt „übertragen“ wird. Unter ProjektionProjektion verstand Freud etwas anderes: Eigene verdrängte Impulse und Vorstellungen („Ich kann meine Schlampigkeit nicht ausstehen“; „Ich habe keine Lust, dich heute zu sehen“) werden auf eine andere Person projiziert und an ihr kritisiert („Mein Gott, deine Schlampigkeit regt mich auf“; „Du hast offensichtlich keine Lust, mich heute zu sehen“).

  • Zu 7: Richtig! → Kommentar zu Aussage 6.

  • Zu 8: Falsch! Isolierung = AffektisolierungAffektisolierung. Jemand spricht z. B. über ein schreckliches Ereignis ohne jede Gefühlsregung: Der Affekt bzw. die Emotionen sind vom Inhalt des Erzählten „isoliert“. Heute spricht man oft davon, dass jemand, der so reagiert, „dissoziiert“ ist.

  • Zu 9: Richtig! Beispiel: Eine Mutter, die ihr Kind eigentlich ablehnt, wird zu einer überfürsorglichen Mutter. Ein Lehrer, der einen Schüler nicht ausstehen kann, ist beim Korrigieren seiner Arbeiten besonders großzügig.

  • Zu 10: Falsch: Beim Phänomen der InternalisierungInternalisierung (= Verinnerlichung) werden Werte und Normen der Gesellschaft verinnerlicht. Internalisierung erfolgt durch Sozialisation und Erziehung, ist also kein Abwehrmechanismus, im Gegensatz zur IntrojektionIntrojektion, bei der ein Sohn sich z. B. die Normen und Verhaltensweisen eines strafenden Vaters („Schläge haben noch niemandem geschadet“) zu eigen macht, damit er sich nicht gegen den Vater wehren muss.

  • Zu 11: Richtig! → Kommentar zu Aussage 3.

  • Zu 12: Richtig! Beispiel: Aggressive Gedanken gegen ein jüngeres Geschwisterkind sollen durch Beten oder Zählen rückgängig gemacht werden.

  • Zu 13: Richtig! Jemand kann z. B. seine AggressionAggression gegenüber den Eltern entweder auf andere Objekte verschieben (Mitschüler, Haustier, Anhänger der gegnerischen Fußballmannschaft, unschuldige Passanten) und an ihnen abreagieren, oder aber, falls dies nicht möglich ist, verschiebt er/sie die Aggression als AutoaggressionAutoaggression auf die eigene Person.

  • Zu 14: Richtig!

  • Zu 15: Richtig! Der Abwehrmechanismus „VerleugnungVerleugnung“ erinnert an das Verhalten kleiner Kinder, die sich die Augen oder Ohren zuhalten und anschließend behaupten, es sei gar nichts passiert.

Lösung 11.2.8Richtig sind C und E.
  • Erklärung → Kommentar zu Tab. 11.2 (2)

Lösung 11.2.9C: Nur 1, 2 und 4 sind richtig.
  • Zu 3: Falsch! Amnesie Amnesie (Vergessen) kann hirnorganisch bedingt sein oder eine Folge von Dissoziation. In der Regel handelt es sich hierbei nicht um eine vom Ich eingesetzte Strategie zur Lösung eines Konflikts.

  • Zu 5: Falsch! Perseveration Perseveration ist eine formale Denkstörung, kein Abwehrmechanismus.

Lösung 11.2.10D: Nur 2, 3 und 5 sind richtig.
  • Kommentar: RationalisierungRationalisierung, VerschiebungVerschiebung und AffektisolierungAffektisolierung zählen zu den Abwehrmechanismen. Das Deuten von Symbolen gehört u. a. zur Traumdeutung und ist ebenso wenig ein Abwehrmechanismus wie die bei der Schizophrenie vorkommende formale Denkstörung „GedankensperrungGedankensperrung“.

Lösung 11.2.11A: Nur 1, 3 und 4 sind richtig.
  • Kommentar: Richtig sind die Definitionen für Verleugnung, Rationalisierung und Isolierung.

  • Zu 2: Falsch! Es muss heißen: Schluss von sich auf andere.

  • Zu 5: Eine Reaktivierung von bereits überwundenen Denk- und Verhaltensweisen wäre die RegressionRegression. Beim Abwehrmechanismus der IntrojektionIntrojektion „verinnerlicht“ jemand Verhaltensweisen einer anderen Person, um Unlust zu vermeiden (Tab. 11.2 [10]).

Lösung 11.2.12B: Nur 3 und 4 sind richtig.
  • Zu 1: Falsch! Die Übertragung ist in der Psychoanalyse erwünscht und zählt nicht zu den Abwehr(mechanismen) Abwehrmechanismen.

  • Zu 2: Falsch! Dissimulation Dissimulation ist das Gegenteil von Simulation und bedeutet: Jemand spielt Krankheitssymptome absichtlich herunter (oder leugnet sie), um als gesund zu gelten. Die Dissimulation zählt nicht zu den Abwehrmechanismen nach Freud.

  • Zu 3: Richtig! Beim Abwehrmechanismus der „ Spaltung Spaltung“ werden Personen in einen guten Anteil („der liebe Papa“) und einen bösen Anteil („das Monster“) gespalten, wie dies Kinder in einer frühen Entwicklungsphase häufig tun. Nach Freud gehört die Spaltung zu den unreifen Formen der Abwehrmechanismen.

  • Zu 4: Richtig! Die Intellektualisierung Intellektualisierung ist eine Sonderform der Rationalisierung („Ich persönlich habe keine Angst, aber ich schreibe gerade an einer Dissertation über die Ängste junger Menschen in unserer Zeit“).

  • Zu 5: Beim Phänomen der Internalisierung Internalisierung werden keine Konfliktspannungen oder Unlustgefühle abgewehrt. Die Internalisierung zählt deshalb nicht zu den Abwehrmechanismen (Tab. 11.2 [10]).

Lösung 11.2.13A: AffektisolierungIsolierung (der Affekt ist abgespalten)
Lösung 11.2.14B: ProjektionProjektion
  • Kommentar: Bei der Projektion werden Gedanken oder Verhaltensweisen, die jemand bei sich selbst nicht akzeptieren kann („Ich habe heute keine Lust, meinen Therapeuten zu sehen!“) auf andere projiziert und an ihnen kritisiert („Sie haben heute wohl wenig Lust, mich zu sehen!“).

Lösung 11.3.1Richtig ist B.
  • Zu A: Falsch! Die VT Verhaltenstherapiehat sich in verschiedenen Ländern als Gegenbewegung zur Psychoanalyse entwickelt, es gibt in diesem Sinne keinen Begründer, wohl aber Namen, die man mit dem BehaviorismusBehaviorismus und der damit verknüpften VT verbindet, z. B. John Watson, Burrhus F. Skinner, Joseph Wolpe oder Hans Jürgen Eysenck. Die VT gründet auf den Erkenntnissen der Lerntheorie, wobei das KonditionierungKonditionierungslernen nach Pawlow hierbei eine wichtige Rolle spielt. Pawlow erhielt den Nobelpreis für seine Konditionierungsexperimente mit Hunden, ist jedoch kein Begründer der VT.

  • Zu B: Richtig! → Kommentar zu 1.

  • Zu C: Falsch! Die Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung ist typisch für die Psychoanalyse.

  • Zu D: Falsch! Die VT wird oft in Einzelsitzungen durchgeführt.

  • Zu E: Falsch! Bei bestimmten Störungen – z. B. ADS oder ADHS – sollten Psychopharmaka mit VT gekoppelt werden. Auch bei vielen anderen psychischen Störungen werden verhaltenstherapeutische Interventionen mit Pharmakotherapie kombiniert.

Lösung 11.3.2E: Alle Aussagen sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Wenn eine (klassisch oder operant) konditionierte Reaktion auf einen bestimmten Reiz gelernt worden ist, kann es vorkommen, dass ähnliche Reize die gleiche Reaktion auslösen. Dies nennt man ReizgeneralisierungReizgeneralisierung. Hat ein Kind z. B. Angst vor Ärzten, kann diese Angst auf Menschen, die weiße Kittel tragen, generalisiert werden. Auch bei Reiz-Reaktions-Mustern, die durch Belohnung oder Bestrafung gelernt wurden, kann es zu einer Reizgeneralisierung kommen: Ein Kind darf z. B. zur Belohnung fernsehen oder zum Spielen nach draußen gehen, wenn es seine Hausaufgaben gemacht hat. Wenn das Kind nun sein Zimmer aufräumt und dann automatisch erwartet, fernsehen zu dürfen, ist dies eine Ausweitung des Reizes „Hausaufgaben machen“ auf den Reiz „Zimmer aufräumen“ (= Reizgeneralisierung).

  • Zu 2: Wenn das Kind in obigem Beispiel zwischen dem Arzt im weißen Kittel und dem Bäcker im weißen Kittel unterscheiden lernt, kann es zwischen zwei Reizen unterscheiden. Dasselbe gilt für das Beispiel mit dem Hausaufgabenmachen und dem Zimmeraufräumen. Dies heißt in der Sprache der Behavioristen „Reizdiskrimination/Reizdifferenzierung/-diskriminierungReizdiskriminierung“ von engl. „discriminate“ (unterscheiden, einen Unterschied machen). Manchmal findet sich stattdessen das für Deutsche verständlichere Wort Reizdifferenzierung.

  • Zu 3: Wenn zwei Reize über längere Zeit hinweg nicht mehr gekoppelt werden (klassisches Konditionieren) oder die Belohnung auf ein bestimmtes Handeln ausbleibt, kommt es zum Verschwinden des konditionierten Verhaltens. Die Behavioristen sprechen hier von „LöschungLöschung“ oder „ExtinktionExtinktion“ (von engl. „extinct“, [aus]löschen).

Lösung 11.3.3E: ReizgeneralisierungReizgeneralisierung (→ Kommentar zu 11.3.2)
Lösung 11.3.4Richtig ist D.
  • Zu A: Falsch! Beschrieben wird hier eine Form der Bestrafung Bestrafung .

  • Zu B: Falsch! Durch positive Verstärkung soll die Auftretenswahrscheinlichkeit eines erwünschten Verhaltens erhöht werden. Verstärkung Positive Verstärkung

  • Zu C: Falsch! Beschrieben wird hier die negative Verstärkung (Belohnung durch Verringerung eines unangenehmen Reizes).

  • Zu D: Richtig! Das erwünschte Verhalten wird durch einen angenehmen Reiz verstärkt und tritt dadurch öfter auf.

  • Zu E: Falsch! Das erwünschte Verhalten soll durch Belohnung Belohnung so verstärkt werden, dass es öfter – nicht weniger häufig – auftritt.

Lösung 11.3.5Richtig sind B und C.
  • Kommentar: Entlastet der Ehemann seine Frau, wenn sie nonverbale Schmerzsignale aussendet, entspricht dies einer Belohnung → das Schmerzverhalten wird dadurch verstärkt. Die Belohnung erfolgt durch das Stillen eines Urbedürfnisses (hier: Zuwendung, Erholung, Zur-Ruhe-Kommen), also durch einen primären Verstärker. Obwohl sich der Begriff kaum in der Fachliteratur findet, erwarteten die Prüfer den Transfer: positive Verstärkung durch einen primären Verstärker = primäre Primäre VerstärkungVerstärkung.

Lösung 11.3.6C: negative Negative VerstärkungVerstärkung.
  • Kommentar: Das veränderte Einnahmeverhalten kommt dadurch zustande, dass der Patient durch das Einnehmen des Schmerzmittels weniger Schmerzen empfindet, das Einnahmeverhalten wird also „negativ verstärkt“ (Abb. 11.7).

Lösung Tab. 11.3Richtig oder falsch?
  • Zu 1: Richtig! ModifikationModifikation bedeutet „Veränderung“.

  • Zu 2: Richtig! Graduiert bedeutet „sich langsam steigernd“.

  • Zu 3: Falsch! Nicht verwechseln: KonfrontationstherapieKonfrontation mit dem angstauslösenden Reiz ist etwas anderes als die zur Psychoanalyse zählende Konfrontation mit dem Widerstand.

  • Zu 4: Richtig! „in sensu“ = in der Vorstellung; „in vivo“ = in der Realität. Bevor sich jemand mit Agoraphobie in die U-Bahn oder in den Supermarkt begibt (= Exposition in vivo), stellt er sich die Situation zunächst im Geiste vor und lernt so schon, mit seinen Reaktionen besser umzugehen.

  • Zu 5: Richtig! Der Therapeut plant, wann der Klient für das erreichte neue Verhalten belohnt wird (z. B. durch Anerkennung der Leistung; Ermunterung, so weiter zu machen usw.). Da die Verhaltensänderung schrittweise erfolgt, verfasst der Therapeut vorab einen Verstärkerplan, der es dem Klienten letztendlich ermöglichen soll, sein Verhalten durch eigene Verstärker (Stolz, Zufriedenheit, gesteigerte Lebensfreude usw.) zu steuern.

  • Zu 6: Richtig! Das SelbstsicherheitstrainingSelbstsicherheitstraining und das Training sozialer Kompetenz wird meist in Gruppen durchgeführt, mit Rollenspiel, Videoaufzeichnungen usw.

  • Zu 7: Falsch! FloodingFlooding bedeutet ReizüberflutungReizüberflutung: Beim Flooding werden die Patienten den Angststimuli in maximaler Intensität ausgesetzt.

  • Zu 8: Richtig! ImplosionImplosion ist das Gegenteil von Explosion. In ursprünglicher Bedeutung versteht man darunter den Zusammenbruch eines Gefäßes oder Geräts (z. B. eines Fernsehers) durch einen massiven Abfall des Innendrucks. In der Psychologie bedeutet Implosion so etwas wie „Explosion von Ängsten im Innern!“, eine Art von Flooding in der Vorstellung.

  • Zu 9 und 10: Richtig!

Lösung 11.3.7B: Nur 1 und 5 sind richtig.
  • Zu 2: Falsch! Das freie Assoziieren ist typisch für die Psychoanalyse

  • Zu 3 und 4: Falsch! Die Gestalttherapie Gestalttherapie nach F. Perls und die Gesprächspsychotherapie Gesprächs(psycho)therapie nach Rogers nach C. Rogers sind zwei eigenständige Therapieformen, die nicht zur VT gezählt werden.

Lösung 11.3.8Richtig sind B und D.
  • Zu A: Falsch! Die irrationalen Gedankenmuster sollen durch Techniken wie den sokratischen Dialog Sokratischer Dialog auf Verstandesebene umstrukturiert werden. Ein Aufdecken vergangener Erlebnisse und der damals entstandenen Glaubenssätze ist bei Ellis nicht vorgesehen.

  • Zu B: Richtig!

  • Zu C: Falsch! Beschrieben wird hier eine Technik der Gesprächstherapie nach Rogers. Beim Biofeedback Biofeedback werden vegetativ gesteuerte Körperfunktionen (z. B. Herzschlag, Atemfrequenz, Blutdruck, Hirnströme) durch Visualisierungen oder Töne für den Klienten sichtbar gemacht.

  • Zu D: Richtig! Beim Flooding Flooding wird der Klient i. d. R. durch den Therapeuten auf die angstauslösende Situation vorbereitet, der Therapeut begleitet ihn dann in die Angstsituation (z. B. einen engen Raum, eine hoch über der Stadt gelegene Dachterrasse usw.) und gibt auch in der Angstsituation weitere Anleitungen.

  • Zu E: Falsch! Schizophrene Erkrankungen SchizophreniePsychotherapie werden i. d. R. mit Antipsychotika Neuroleptika siehe AntipsychotikaAntipsychotika behandelt; begleitend können in beschränktem Maße verhaltenstherapeutische und soziotherapeutische Maßnahmen eingesetzt werden – auf keinen Fall jedoch die systematische Desensibilisierung.

Lösung 11.3.9E: Alle Aussagen sind richtig. VerhaltenstherapieTime-out
  • Zu 1: Richtig! Das Time-out-VerfahrenTime-out Technik wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt, wenn sie unerwünschtes Verhalten zeigen. Um sie von Reizen, die das Fehlverhalten verstärken, zu isolieren (z. B. Blickkontakt, Belächeln, Reizüberflutung), werden die Betroffenen in einer „Auszeit“ von maximal 15 Minuten von sozialen und kommunikativen Reizen isoliert – meist in einem Raum, der möglichst reizarm eingerichtet ist. Auf diese Weise soll den Betroffenen die Möglichkeit gegeben werden, zu sich zu finden und über ihr Verhalten zu reflektieren. Die Time-out-Technik findet vor allem bei Störung des Sozialverhaltens, oppositionellem Trotzverhalten und ADHS Anwendung.

  • Zu 2: Richtig! ExpositionstrainingExpositionstraining ist gleichbedeutend mit der Technik der Exposition/Konfrontation mit Reaktionsverhinderung.

  • Zu 3: Richtig! Tab. 11.3 (5)

  • Zu 4: Richtig! Beispiel: Schokolade im Haus führt bei einem Klienten zu einem unkontrollierbaren Verlangen. Ist der auslösende Reiz (Schokolade) nicht oder nur in geringen Mengen vorhanden (= StimuluskontrolleStimuluskontrolle), können die Betroffenen ihr Essverhalten besser kontrollieren. Die Technik der Stimuluskontrolle wird häufig bei der Bulimie und beim Binge Eating eingesetzt, aber auch in der Entwöhnungs- und Nachsorgephase von Alkoholikern.

  • Zu 5: Richtig! Zu den Methoden der SelbststeuerungSelbstkontrolle zählt u. a. das Einüben von Selbstbeobachtung, Gedankenstopp, Stimuluskontrolle und Selbstverstärkung.

Lösung 11.3.10E: Alle Aussagen sind richtig.
  • Zu 2: Richtig! Der Begriff HabituationHabituation(straining) stammt aus der Lernpsychologie und besagt, dass man durch die Gewöhnung an bestimmte Reize lernen kann, nicht oder weniger stark auf sie zu reagieren. Beim Habituationstraining werden die Betroffenen also Reizen ausgesetzt, auf die sie z. B. mit großer Angst reagieren. Dadurch dass sie sich diesen Angstreizen wiederholt oder übertrieben lange aussetzen, reagieren sie darauf weniger stark. Im Idealfall geht die Habituation so weit, dass die Angstreaktionen völlig zurückgehen.

  • Zu 4: Richtig! Exposition Expositionstrainingin sensu/in vivo in sensu = Exposition in der Vorstellung (oft als Vorbereitung auf die Exposition in vivo).

  • Zu 5: Richtig! Der sokratische Dialog Sokratischer Dialog geht auf den griechischen Philosophen Sokrates zurück, der im Dialog mit Andersdenkenden das Gespräch so lenkte, dass die Betroffenen das Gefühl hatten, sie selbst hätten die Lösung für ihr Problem gefunden. In der heutigen Zeit zählt der sokratische Dialog zu den Techniken der kognitiven VT (Frage 11.1.3).

Lösung 11.3.11B: Nur 1 und 3 sind richtig. VerhaltenstherapieToken EconomyTauschpfandsystem
  • Zu 1: Richtig! Bei schweren psychischen Erkrankungen wie der Schizophrenie kann man das Tauschpfandsystem („Token Economy Token Economy “) einsetzen, bei dem kleine Verhaltensänderungen durch Münzen, Bons usw. belohnt werden. Das Tauschpfandsystem zählt zum operanten Konditionieren (Belohnungslernen) Konditionierungoperante.

  • Zu 2: Falsch! Bei akuten Psychosen (akute psychotische Episode, akute Phase einer Schizophrenie) sind die Betroffenen voll in ihrer Wahnwelt, die durch kognitive Interventionen nicht beeinflusst werden kann.

  • Zu 3: Richtig! Die operante Konditionierung (= Belohnungslernen Belohnungslernen) darf auch von ausgebildeten Helfern ausgeführt werden, z. B. von der Krankenschwester, die den Schmerzpatienten lobt, wenn er sich körperlich betätigt.

  • Zu 4: Falsch! Bei Kindern ist Belohnungslernen (operantes Konditionieren) besonders wirksam.

  • Zu 5: Falsch! Ein Reizreduktion Reduzieren äußerer Reize wird u. a. bei hyperkinetischen Kindern und Jugendlichen eingesetzt, damit sie weniger leicht abgelenkt werden. Die Reizreduktion hat nichts mit Belohnungslernen zu tun.

Lösung 11.3.12D: Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig. Verhaltenstherapiesoziale Kompetenz
  • Zu 1: Richtig! Hierarchiebildung bedeutet: Das Therapieziel „soziale KompetenzSoziales Kompetenztraining“ wird in Unterziele zergliedert, die schrittweise eingeübt werden. Die Therapieziele sind hierarchisch aufgebaut, d. h., der Klient beginnt mit leichten Aufgaben, die sich langsam steigern.

  • Zu 2: Richtig! Das Lernen am ModellLernenam Modell erfolgt oft im Rollenspiel oder unter Heranziehung von Kurzvideos.

  • Zu 3: Falsch! Die TraumdeutungTraumdeutung gehört zur Psychoanalyse nach Freud.

  • Zu 4: Richtig! RollenspielRollenspiel spielt beim sozialen Kompetenztraining eine wichtige Rolle.

  • Zu 5: Richtig! DiskriminationslernenDiskriminationslernen bedeutet unterscheiden lernen. Einem schüchternen Menschen werden z. B. verschiedene Möglichkeiten gezeigt, wie er sich in bestimmten Situationen verhalten könnte, von denen er die für ihn am besten geeignete auswählt und dann im Rollenspiel einübt. → 11.3.10 (4)

Lösung 11.3.13B: Nur 1, 4 und 5 sind richtig.
  • Zu 1: Richtig! Bei Schlaflosigkeit (InsomnieTherapieInsomnie) werden schlaffördernde Verhaltensweisen (entspannende Tätigkeiten; sportliche Betätigung; Lesen usw.) belohnt = verstärkt (= operantes Konditionieren).

  • Zu 2 und 3: Falsch! Beides würde die Schlaflosigkeit verstärken.

  • Zu 4: Richtig! Da die Betroffenen oft durch ihre kreisenden Gedanken wachgehalten werden, hilft evtl. die Technik des Gedankenstopps.

  • Zu 5: Richtig! Entspannungstraining hilft, die körperliche Übererregung zu verringern.

Lösung 11.3.14D: 1, 2 und 5 sind richtig.
  • Zu 3: Falsch! Die kognitive Therapie Kognitive Therapie nach Beck wurde von Beck ursprünglich vor allem zur Therapie von Depressionen Depression/depressive Episodekognitive Umstrukturierung entwickelt. Auch heute ist die kognitive Umstrukturierung Umstrukturierung, kognitiveKognitive Umstrukturierung depressiv geprägter Glaubenssätze ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von depressiven Störungen.

  • Zu 4: Falsch! Über Hypnose Hypnose ist es nach allgemeiner Auffassung nicht möglich, tief verankerte negative Glaubenssätze zum Positiven zu verändern.

Lösung 11.3.15Richtig sind A und C. Depression/depressive EpisodeVerhaltenstherapie
  • Zu B: Falsch! Bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung von Depressionen werden Techniken der kognitiven VT eingesetzt. Da sich wiederholende angstauslösende Reize fehlen, ist eine Reizkonfrontation nicht möglich.

  • Zu D: Falsch! Eine Wahrscheinlichkeitsaussage ist das Gegenteil einer allgemeingültigen Aussage. Wie ein Klient individuell bei der Reizkonfrontation reagiert und welche Veränderungen hierbei möglich sind, kann nur als „Wahrscheinlichkeitsaussage“, nicht als eine für alle Angstpatienten allgemeingültige Regel formuliert werden.

  • Zu E: Falsch! Eine langsame sich steigernde Konfrontation mit dem Angstreiz ist z. B. bei isolierten Phobien ein häufiges angewandtes Prinzip.

Lösung 11.3.16B: Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig.
  • Kommentar: A. T. Beck zählt zu den Begründern der Verhaltenstherapiekognitivekognitiven Kognitive Therapie nach BeckVT. Bis auf Aussage 4 sind alle Aussagen richtig und beschreiben in anderen Worten die drei Schritte der kognitiven VT: Erkennen – Verändern (kognitive Umstrukturierung) – Anwenden (Merkwort: E-V-A).

Lösung 11.3.17E: Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig. VerhaltenstherapieReattribution
  • Zu 1: Richtig! Mithilfe des Therapeuten werden verzerrte Realitätswahrnehmungen als solche wahrgenommen und dann neu interpretiert = Reattributionreattribuiert.

  • Zu 2: Richtig! In der Literatur findet sich stattdessen der Begriff „Selbstinstruktion“. SelbstinstruktionSelbstinstruktion bedeutet, dass der Klient sein inneres Selbstgespräch gezielt beeinflusst, sich z. B. in gewissen Situationen selbst Anweisungen gibt. Im Selbstinstruktionstraining werden die inneren Monologe bewusst gemacht, überprüft und ggf. gezielt verändert.

  • Zu 3: Richtig! Unerwünschte GedankenstoppGedanken werden hierbei zunächst vom Therapeuten, später dann vom Klienten selbst durch ein laut artikuliertes „Stopp“ unterbrochen. Neben der Unterbrechung des Gedankengangs führt das laute Ausrufen zu einer Schreckreaktion, als Folge davon mit zunehmender Übung zu einer inneren Konditionierung.

  • Zu 4: Falsch! Die Übertragung gehört zur Psychoanalyse.

  • Zu 5: Richtig! Antizipation bedeutet wörtlich: „Vorwegnahme“. Bei der AntizipationAntizipation stellt der Klient sich vor, wie er in der Zukunft in einer bestimmten Situation reagieren wird, er „antizipiert“ sie, nimmt sie geistig vorweg.

Lösung 11.3.18Nicht richtig (und deshalb anzukreuzen) ist D.
  • Zu D:SchmerzkontingenzSchmerzkontingent“ bedeutet: abhängig vom Schmerz. „Darbietung sozialer Verstärker“ bedeutet: Wenn jemand beim Auftreten von Schmerz dadurch belohnt wird, dass sich der Arzt, das Pflegepersonal oder nahe Angehörige um ihn kümmern, wird sein Schmerzverhalten verstärkt. Alle anderen Techniken sind richtig.

Lösung 11.3.19D: Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig. VerhaltenstherapieKontingenz
  • Kommentar: Das Wort „kontingent“ kommt vom engl. „contingent on“ und bedeutet „abhängig von“ oder „bedingt durch“.

  • Zu 1: Richtig! Bei einer zeitkontingenten Medikation werden die schmerzlindernden Medikamente nur zu einem festen Zeitpunkt gegeben, ohne Berücksichtigung des Schmerzverhaltens. Das SchmerzverhaltenSchmerzverhalten wird auf diese Weise nicht beachtet und geht dadurch zurück.

  • Zu 2: Richtig! Durch die körperliche Aktivierung wird die Aufmerksamkeit vom Schmerz auf andere Dinge abgelenkt.

  • Zu 3: Richtig! In der Verhaltensanalyse wird überprüft, unter welchen Bedingungen der Schmerz besonders groß wird, wie der Betroffene sich infolgedessen verhält usw. Grundlage ist meist das S-O-R-K-C-Modell nach F. Kanfer → Frage 11.1.5.

  • Zu 4: Falsch! „Schmerzkontingente Medikation“ bedeutet, dass die Medikamente abhängig vom Schmerz gegeben werden, also immer dann, wenn die Schmerzen größer werden. Dadurch wird das Schmerzverhalten belohnt, die Schmerzen nehmen zu.

  • Zu 5: Richtig! Die Bezugspersonen (z. B. Ehemann/Ehefrau) werden angewiesen, das Schmerzverhalten des Patienten nicht durch Überfürsorglichkeit usw. zu belohnen.

Lösung 11.3.20A: Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig. VerhaltenstherapieMethoden/Techniken
  • Kommentar: Die Technik der SelbststeuerungSelbststeuerung (SelbstkontrolleSelbstkontrolle) wird in den Aussagen 1–4 schon klar formuliert. Die hierbei verwendeten Verfahren werden z. B. bei Gewichts-, Alkohol- oder Lern- und Arbeitsproblemen eingesetzt. Nicht zu den kognitiven Verfahren der Selbstkontrolle zählt die progressive Muskelentspannung.

  • Zu 1: Richtig! Beispiel: Jemand mit einer Binge-Eating-Binge-Eating-StörungTherapieStörung beobachtet, in welchen Situationen er/sie Essanfälle bekommt.

  • Zu 2: Richtig! Um das Essen besser unter Kontrolle zu halten, kauft die betroffene Person z. B. nur wenige Essensvorräte ein.

  • Zu 3: Richtig! Die Betroffene nimmt sich vor: Wenn ich es schaffe, nach dem Streit mit meinem Mann nicht zu essen, gönne ich mir eine Massage, einen schönen Spaziergang, ein wohltuendes Bad (Selbstbelohnung). Oder: Wenn ich wieder einen Essanfall bekomme, werde ich mein Büro aufräumen, Rechnungen schreiben oder Fenster putzen. Die Bedingungen für Selbstbelohnung oder Selbstbestrafung können auch in einem Vertrag mit sich selbst schriftlich fixiert werden.

  • Zu 4: Richtig! Wenn bei der Person im obigen Beispiel sich der Gedanke „Ich muss etwas essen“ in den Vordergrund drängt, kann er durch die Technik des GedankenstoppGedankenstopps (→ 11.3.17 [3]) unterbrochen werden.

  • Zu 5: Falsch! Entspannungsverfahren zählen nicht zu den kognitiven (verstandesmäßig gelenkten) Strategien.

Lösung 11.3.21A: Nur 1, 3 und 4 sind richtig. VerhaltenstherapieDesensibilisierungDesensibilisierung, systematischePrinzip
  • Kommentar: Bei der systematischen Desensibilisierung nach Joseph Wolpe (1958) wird der Klient im Zustand der Entspannung (→ 3) langsam an das angstbesetzte Objekt (Hunde, Spinnen) „gewöhnt“. Dabei wird eine „AngsthierarchieAngsthierarchie“ (= Stufenleiter der Angst) erarbeitet (→ 4). Der Klient soll sich zunächst an das am wenigsten angsteinflößende Objekt (z. B. ein Bild aus weiter Ferne) gewöhnen, bevor der Reiz allmählich gesteigert wird. Grundannahme ist, dass Entspannung und Angst nicht gleichzeitig existieren können, sich also gegenseitig (= „reziprok“) hemmen (→ 1). Die systematische Desensibilisierung ist eine spezielle Form der „GegenkonditionierungGegenkonditionierung“, bei der ein angstauslösender Reiz so lange mit einer angenehmen Situation (hier: der Entspannung) gepaart wird, bis die betroffene Person allmählich ihre Angst verlernt.

  • Zu 2: Falsch! Ängste, die durch real existierende Gefahren ausgelöst werden („Realangst“ im Gegensatz zur „neurotischen Angst“), sind ein angeborener, oft lebensrettender Mechanismus und bedürfen keiner Therapie. Die systematische Desensibilisierung wurde bevorzugt bei isolierten Phobienisolierte (spezifische)Isolierte PhobienTherapiePhobien eingesetzt (Spinnenangst, Angst vor Spritzen, spitzen Gegenständen usw.). Heute verwenden viele Therapeuten stattdessen die graduierte Exposition (ohne Entspannung).

  • Zu 5: Falsch! Zwangsgedanken und Zwangshandlungen sind nicht Folge eines angstauslösenden Objekts, können deshalb auch nicht mit der systematischen Desensibilisierung behandelt werden.

Lösung 11.3.22D: Nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig. VerhaltenstherapieZulassungsberechtigung
  • Kommentar: Berechtigt zur Durchführung von VT mit Erstattung der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen sind: ein ärztlicher Psychotherapeut (1) und ein psychologischer Psychotherapeut (5). Berechtigt zur selbstständigen Durchführung von Psychotherapie (z. B. VT) ist auch ein „großer HP“ oder ein „Heilpraktiker für Psychotherapie“, vorausgesetzt, er/sie hat eine entsprechende Ausbildung absolviert. Im Gegensatz zu (1) und (5) kann ein HP/HP Psych nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.

  • Zu 2: Falsch! Personen, die ein Studium der Psychologie erfolgreich abgeschlossen haben (Diplompsychologe; Master of Science), arbeiten z. B. als Betriebs-, Arbeits- oder Werbepsychologen, im Betriebsmanagement, als Gerichtssachverständige oder in schulpsychologischen Beratungsstellen. Um psychotherapeutisch arbeiten zu dürfen, benötigen sie eine Zusatzausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder eine staatliche Zulassung als Heilpraktiker oder Heilpraktiker für Psychotherapie.

Lösung 11.4.1B: Nur 1, 2 und 3 sind richtig. Gesprächs(psycho)therapie nach RogersGrundannahmen
  • Zu 1–3: Richtig! Details Abb. 11.5

  • Zu 4: Falsch! Der Therapeut verbalisiert nicht die eigenen Emotionen und Reaktionen, sondern die des Klienten.

  • Zu 5: Falsch! Keine vom Therapeuten ausgehende Beratung. Die Therapie ist „klientenzentriert“.

Lösung 11.4.2D: Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig. Gesprächs(psycho)therapie nach RogersGesprächsstil
  • Kommentar: Details zu den Lösungen 1, 2 und 4 Abb. 11.5

  • Zu 3: Richtig! Indem der Klient sich und seine Gefühle besser kennenlernt, wächst seine IntrospektionIntrospektion (= Selbstbeobachtung, nach innen gerichtete Wahrnehmung eigener Gefühle und Gedanken).

  • Zu 5: Falsch! Die jedem Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte werden durch das Verhalten des Therapeuten und die Wahrnehmung verdrängter Gefühle aktiviert, nicht durch Entspannungstechniken.

Lösung 11.4.3Richtig ist E. Gesprächs(psycho)therapie nach RogersKrankheitstheorie
  • Kommentar: Rogers geht davon aus, dass sich jeder Mensch durch die Erfahrungen des Lebens weiterentwickelt. Die hierbei erlebten Eindrücke und Erlebnisse beeinflussen sein Selbstbild – Rogers nennt es „Selbstkonzept“. Das SelbstbildSelbstbild setzt sich zusammen aus dem „IdealselbstIdealselbst“ und dem „Realselbst“. Das Idealselbst beinhaltet die Eigenschaften und Fähigkeiten, die das Ich gern hätte, um z. B. den Erwartungen der Eltern oder der Umwelt zu entsprechen. Das RealselbstRealselbst beinhaltet die Eigenschaften und Fähigkeiten, die jemand wirklich hat. Das Realselbst ändert sich normalerweise durch die Erfahrungen des Lebens und zeigt dem Menschen, welche Ziele er sich setzen sollte und welche für ihn nicht passen. Wenn das Selbstbild sich vorwiegend am Idealbild orientiert, nicht an den im Lauf der Entwicklung gemachten Erfahrungen, führt dies zu neurotischen Störungen. Beispiel: Ein junger Mann hat sich vorgenommen, wie sein Vater Arzt zu werden. Er schafft mit Mühe und Not das Abitur und studiert im Ausland Medizin, wo er in allen Zwischenprüfungen „durchfällt“. Erkennt er, dass er nicht für den Arztberuf geeignet ist und nur die Erwartungen der Eltern erfüllen wollte, ändert sich sein Selbstbild und er orientiert sich neu in seinem Leben. Versucht er nach wie vor, sein Idealselbst zu verwirklichen, führt dies zu verschiedensten psychischen Störungen. Rogers bemerkt hierzu: „Experience is, for me, the highest authority. … No other person's ideas, and none of my own ideas, are as authoritative as my experience“ (aus: Carl Rogers. On becoming a person. A therapist's view of psychotherapy. Houghton Mifflin: Harcourt 1961; S. 23).

Lösung 11.4.4D: Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig. Fully functioning person
  • Kommentar: → Lösung 11.4.3.

  • Zur Wiederholung: Das Selbstbild verändert sich mit der Erfahrung, Aussage 5 ist also richtig. Wenn das Idealbild sich nicht an die ständigen Veränderungen des Selbstbilds (eigentlich: „RealselbstRealselbst“) anpasst, kommt es zu einer verzerrten Wahrnehmung der Realität („Ich bin zum Arztberuf geboren, auch wenn ich bisher keine einzige Prüfung bestanden habe“). Eine totale Übereinstimmung von Selbstbild und Idealbild (Aussage 3) ist nach Ansicht von Rogers die Ursache für viele neurotische Störungen.

Lösung 11.4.5B: Nur 4 ist richtig. Gesprächs(psycho)therapie nach RogersGesprächsstil
  • Kommentar: Nur in Aussage 4 spiegelt der Therapeut die Ängste des Klienten. Alle anderen Aussagen passen nicht zur klientenzentrierten Gesprächstherapie.

Lösung 11.5.1Richtig ist C. Entspannungsverfahren
  • Kommentar: Mit Sätzen wie „Meine rechte Hand ist warm“ – „Mein Herz schlägt ruhig und regelmäßig“ – „Es atmet mich“ können u. a. vegetativ gesteuerte Körperfunktionen beeinflusst werden. Nicht verwechseln mit E: Hier wird die progressive Muskelentspannung beschrieben.

Lösung 11.5.2Richtig ist C.
  • Zu A: Falsch! Ein erfundener „Fachbegriff“, der wohl aussagen soll, dass jemand durch Konzentrationsübungen so dissoziiert, dass es zu einem Verlust des Erinnerungsvermögens kommt. Dies dürfte bei keiner Form von Therapie das Ziel sein.

  • Zu B: Falsch! Vorrangiges Ziel ist ein Zustand der Entspannung, nicht eine Reduktion der Atemfrequenz.

  • Zu D: Bei akuten Psychosen sind Entspannungsverfahren kontraindiziert.

  • Zu E: Falsch! Durch Entspannung kann man Zwangsgedanken und die daraus resultierenden Zwangshandlungen nicht reduzieren.

Lösung 11.5.3D: Nur 1, 3, 4 und 5 sind richtig. EntspannungsverfahrenIndikationen
  • Kommentar: Entspannungsverfahren helfen bei Bluthochdruck (arterieller Hypertonie), bei Ängsten, Schmerzen und Schlafstörungen. Bei einer akuten schizophrenen Episode sind Entspannungsverfahren kontraindiziert.

Lösung 11.5.4C: Nur 2, 3 und 5 sind richtigAutogenes Training.
  • Zu 1: Falsch! Das AT kann in einer Gruppe wie auch in Einzeltherapie erlernt werden.

  • Zu 2: Richtig! Das AT beeinflusst vegetative Symptome wie Herzschlag, Atmung, Körpertemperatur und die vegetative Erregung.

  • Zu 3: Richtig! Die Kinder sollen lernen, die Übungssituation auf den Alltag zu übertragen, um sich ohne Hilfe in einen Zustand der Konzentration und Ruhe zu versetzen.

  • Zu 4: Falsch! Keine Entspannungsverfahren bei psychotischen Erkrankungen.

  • Zu 5: Richtig! Entspannungsverfahren können den Juckreiz lindern und das allgemeine Stressniveau reduzieren, sodass die Erkrankung sich bessert.

Lösung 11.5.5C: Nur 1, 3 und 4 sind richtig. Autogenes TrainingIndikationen
  • Kommentar: Der Erregungszustand einer Manie/manische EpisodeTherapieManie (→ 2) wird durch einen gestörten Hirnstoffwechsel verursacht, nicht durch eine Überfunktion des Sympathikus-Systems. Entspannungsverfahren funktionieren bei einer Manie deshalb ebenso wenig wie bei einer Hirnschädigung. Bei PhobienTherapiePhobien (→ 3) können Entspannungsverfahren vor der eigentlichen Exposition eingeübt werden, denn Angst und Entspannung hemmen sich. Dies hat sich die systematische DesensibilisierungDesensibilisierung, systematischePrinzip zunutze gemacht (→ Frage 11.3.21).

Lösung 11.5.6Richtig sind A und D.
  • Kommentar: Die Original-Prüfungsfrage (2014–1) war eine Einfachauswahl. Anzukreuzen war D: schwere Konzentrationsstörungen, z. B. bei einer schweren depressiven Episode oder einer Manie. In vielen Internetbeiträgen wird allerdings Epileptikern geraten, vor der Teilnahme an AT einen Arzt zu konsultieren; es bestehe sonst die Gefahr, dass durch den Entspannungszustand evtl. traumatische Erinnerungen hochkämen, die einen Anfall auslösen könnten. Mehrere Prüflinge haben deshalb bei der Prüfungskommission Widerspruch eingelegt, dem stattgegeben wurde.

Lösung 11.6.1A: Vereinbarung des Honorars PsychotherapieSetting
  • Kommentar: Der engl. Begriff „setting“ bedeutet „Schauplatz, Rahmen, Umgebung“. Darunter verstand man ursprünglich die Art, wie Therapeut und Klient einander begegnen. Heute zählt man zum Setting ganz allgemein die Rahmenbedingungen einer psychotherapeutischen Behandlung: Ort und Zeit; Therapieabstände; geplante Therapiedauer und auch Vereinbarungen über Honorar und Zahlungsmodalitäten.

Lösung 11.6.2A: Nur 3 und 5 sind richtig. Psychotherapiebei chronischen SchmerzenChronischer SchmerzPsychotherapie
  • Zu 1: Falsch! Zu den Methoden der psychologischen Schmerzbewältigung, psychologischeSchmerzbewältigung zählen z. B. Entspannungsverfahren, Techniken der Aufmerksamkeitslenkung, positive Imaginationsübungen oder der Aufbau angenehmer Aktivitäten. Sie alle dienen dazu, die schmerzbedingten Einschränkungen im alltäglichen Leben zu verringern. Als Folge davon verringert sich meist auch das subjektive Schmerzempfinden.

  • Zu 2: Falsch! Keine Aufarbeitung frühkindlicher Konflikte bei der verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Schmerztherapie.

  • Zu 3: Richtig! → Kommentar zu Aussage 1.

  • Zu 4: Falsch! In die Behandlung werden nahe Angehörige einbezogen (Problem der Verstärkung von Schmerzäußerungen durch besondere Zuwendung), aber auch ein Verlust des Arbeitsplatzes, Trennungserlebnisse oder belastende Lebensumstände können zur Aufrechterhaltung von Schmerz beitragen.

  • Zu 5: Richtig! Das Erlernen wirksamer Problemlösestrategien (in Bezug auf Schmerzen) erhöht die Selbstkontrolle des Patienten.

Lösung 11.6.3Richtig sind B, D und E.
  • Kommentar: Es geht um eine Selbsthilfegruppe Selbsthilfegruppe, nicht um Gruppentherapie. Deshalb i. d. R. keine Betreuung durch geschulte Experten und natürlich auch kein Praktizieren alternativer Heilmethoden.

Lösung 11.6.4D: Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig. Supportive PsychotherapiePsychotherapiesupportive
  • Kommentar: Supportive (= stützende) Verfahren werden vor allem bei Personen mit einer chronischen psychischen Erkrankung oder einer schweren Persönlichkeitsstörung eingesetzt. Auch in der Nachsorgephase schwerer psychischer Erkrankungen kommt supportive Psychotherapie zur Anwendung. Bei Angststörungen wie z. B. der Panikstörung werden hingegen meist verhaltenstherapeutische Verfahren angewendet. Weitere Informationen zur supportiven PsychotherapieKommentar zu 11.6.5.

Lösung 11.6.5A: Analytische PsychotherapiePsychotherapieanalytischeAnalytische Psychotherapie
  • Kommentar: Supportive (= stützende) Supportive PsychotherapiePsychotherapiesupportivePsychotherapie ist eine Sammelbezeichnung für psychotherapeutische, z. T. auch soziotherapeutische Hilfen für Personen mit schweren psychischen Erkrankungen (Psychosen, organische psychische Erkrankungen, schwere Persönlichkeitsstörungen). Die supportive Psychotherapie eignet sich insbesondere zur ambulanten Nachbetreuung für Personen mit psychiatrischen Störungsbildern nach akuten Krisen oder Klinikaufenthalten. Neben psychotherapeutischen Hilfen geht es dabei vor allem um stützende Begleitung bei der alltäglichen Lebens- und Krankheitsbewältigung (Strukturierung des Alltags, Stärkung des Selbstwertgefühls, Zusammenarbeit mit Angehörigen, Psychoedukation in Bezug auf die Erkrankung usw.). Am wenigsten hilfreich ist für Menschen mit derartigen schweren Erkrankungen ein langwieriges aufdeckendes Verfahren wie die analytische Psychotherapie.

Lösung 11.6.6C: Paradoxe Intention.
  • Zu A: Falsch! ImplosionImplosion bedeutet maximale Konfrontation mit den angstauslösenden Reizen in der Vorstellung Tab. 11.3 (8).

  • Zu B: Falsch! HypnokatharsisHypnokatharsis bedeutet: kathartisches Abreagieren verdrängter Emotionen in der Hypnose.

  • Zu C: Richtig! Die paradoxe Paradoxe IntentionIntention (= „widersinnige Absicht“) geht auf Victor Frankl zurück. Um das Erröten zu vermeiden, sagt sich z. B. ein junger Mann: „Wenn ich das nächste Mal ein Mädchen treffe, nehme ich mir vor, sofort zu erröten“. Die Folge: Das Erröten bleibt aus. Ähnliches gilt für die hier aufgeführte Fallgeschichte (ob es funktioniert, hängt von der Art der Schlafstörung ab).

  • Zu D: Falsch! Selbstbehauptungstraining passt hier nicht.

  • Zu E: Falsch! Unter ShapingShaping versteht man in der Lerntheorie ein schrittweises Formen eines Verhaltens; hierbei wird jeder Einzelschritt belohnt. Am erfolgreichsten ist dieses Verfahren bei der Tierdressur (z. B. Sprung eines Delfins durch einen Reifen in 5 m Höhe).

Lösung 11.6.7B: GegenübertragungGegenübertragung.
Zur paradoxen Intention → Lösung 11.6.6

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